Wissenschaft der Logik

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Wissenschaft der Logik
Autor(en): Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1812
Seitenanzahl: 452 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3518282050
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518282052
Schlagwörter: Sein, Wesen, Begriff, Dialektik
Sachgebiete: Sachbuch, Philosophie
Rezensionen
Umschlag

Wissenschaft der Logik ist das zwischen 1812 und 1816 in Nürnberg erschienene Hauptwerk von Georg Wilhelm Friedrich Hegel, die subjektive Logik 1816, die Seinslehre 1832 umgearbeitet. Sie soll Logik und Metaphysik in einem sein: das reine Denken und das Innere der Welt. Hegel setzte den in der Phänomenologie des Geistes gewonnenen Standpunkt voraus und wollte die Kategorien nicht als Inventar, sondern als Bewegung darstellen. Objektive Logik umfasst Sein und Wesen, subjektive Logik den Begriff. Das Buch zählt, weil es den Widerspruch den Dingen selbst zuschreibt und das Absolute nicht hinter der Erscheinung lässt.

Inhalt

Hegel schreibt gegen die Trennung, die Immanuel Kant in der Kritik der reinen Vernunft gezogen hatte: Kategorien weder als bloße Bestimmungen einer weltlosen Wirklichkeit noch als bloße Formen des Subjekts. Die Phänomenologie des Geistes hat den wissenschaftlichen Standpunkt erarbeitet; die Logik setzt ihn voraus. Anfang muss reine Unmittelbarkeit sein: Sein, ohne weitere Bestimmung. Ohne Bestimmung ist Sein leer, also Nichts; ihr Übergehen ineinander ist Werden, das gewordene Sein Dasein. Jede Bestimmung ist Negation, Grenze verlangt Jenseits, Endliches verlangt Unendliches, und das wahrhafte Unendliche umfasst das Endliche, statt an ihm zu grenzen. Qualität schlägt in Quantität um, beide werden im Maß eins; das Maßverhältnis treibt auf ein Substrat, das in Zuständen wechselt.

Die Wesenslehre ist der dunkelste Teil. Wesen ist Erinnerung im wörtlichen Sinn: Innerlichwerden, Durchstoßen der Oberfläche. Bestimmungen treten paarweise auf – Identität und Unterschied, Grund und Begründetes, Form und Inhalt. Der Widerspruch darf nicht in die subjektive Reflexion abgeschoben werden; er kommt den Dingen zu als Prinzip der Selbstbewegung. Lebendig ist etwas nur, sofern es den Widerspruch aushält. Erscheinung ist die Wahrheit des Dings an sich, nicht sein Schleier: Was etwas ist, zeigt sich, und hinter der Erscheinung ein zweites Reich zu bauen, hält Hegel für leer. Wirklichkeit, Möglichkeit, Notwendigkeit schließen den Wesensgang.

Die Begriffslogik ist subjektive Logik: Begriff, Urteil, Schluss, Objektivität, Idee. Der Begriff ist nicht ein Zeichen im Kopf, sondern die Wahrheit der Substanz, die Subjekt geworden ist. Die absolute Idee am Ende ist Methode: das Ganze, das sich in diesen Bestimmungen gewusst hat. Unsicher bleibt, ob die Notwendigkeit, mit der Kategorie aus Kategorie folgt, mehr ist als Hegels Konstruktion. Der Ton ist gewaltsam, neuschöpfend, oft unlesbar, und dann von einer Präzision, die Sein und Nichts in drei Seiten umstellt. Formale Logik ist hier Ontologie, und Ontologie der Gang, der sie erzeugt.

Einordnung

Die Logik hat den deutschen Idealismus an sein Ende und über sich hinaus getrieben. Marx hat die Dialektik vom Kopf auf die Füße stellen wollen; die Frankfurter Schule, die Hermeneutik und der dialektische Materialismus haben aus ihr Werkzeuge gemacht, oft gegen Hegels Absicht. Karl Popper las in der Offenen Gesellschaft den Widerspruch als Freibrief, Kritik durch Notwendigkeit zu ersetzen. Platons Parmenides bleibt der antike Vorläufer der Dialektik des Einen und Vielen.

Die Kritik ist die am System selbst: dass der Anfang nicht voraussetzungslos sei, dass Natur und Geschichte nicht dem Begriff gehorchen, dass Lesbarkeit kein Fehler des Lesers ist. Geblieben ist die Unruhe, Kategorien nicht als Inventar zu nehmen, sondern als Bewegung. Wer nach 1812 das Absolute nicht hinter der Erscheinung lassen will, spricht hinter diesem Buch – oder flieht vor seiner Anstrengung in die Formalität, die Hegel gerade aufheben wollte. Schelling hat den Anfang angegriffen, Trendelenburg die Bewegung aus der Logik in die Natur zurückverwiesen; beide haben das Werk nicht entbehrlich gemacht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.