Autor:Wilhelm Dilich

1571 1650
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Wilhelm Dilich (1571–1650), in Wabern geboren und in Dresden gestorben, hat Städte gezeichnet, bevor Merian sie stach, und Bremen das Bild gegeben, das die Reichsunmittelbarkeit beglaubigen sollte. Die Dilich-Chronik von 1603/04 ist Stadtporträt, Kartenwerk und Rechtsanspruch in einem.

Leben

Pfarrersohn, eigentlich Scheffer, genannt Dilich; Wittenberg, Marburg, Zeichner Landgraf Moritz’ von Hessen-Kassel. Reisen, Hamburg, Bremen, zurück nach Kassel, Landtafeln zwischen Rhein und Weser. Der Umweg ist 1622: Haft wegen überschrittener Befugnisse, Flucht nach Kursachsen, dort Kriegsingenieur, Oberlandbaumeister, Gewölbe des Riesensaals mit sächsischen Veduten. 1650 trat er hochbetagt zurück. Der Sohn Johann Wilhelm wurde Festungsbaumeister.

Wirkung

Dilich hat Topographie und Chronik als Waffen der Stadt gebraucht. Der Rat beanstandete seinen ersten Text; Heinrich Krefting schrieb die Geschichte neu, wollte als Autor aber unerkannt bleiben. Zweiundzwanzig radierte Karten und Ansichten, oft die ältesten Bildquellen hessischer und bremischer Orte, Maßstäbe von der Landkarte bis zur Burg. Die Synopsis totius Hassiae bildet die Städte Hessens ab; die Peribologia lehrt den Festungsbau.

Die Kunstgeschichte nimmt die Zeichnungen, die Stadtgeschichte Bremens die Chronik, die Militärgeschichte die Traktate. Wer Dilich nur als Vedutenmeister liest, unterschlägt den Auftrag, Hoheit sichtbar zu machen. Wer nur den Chronisten rettet, unterschlägt, dass Kreftings Latein und Dilichs Nadel zusammengehören. Es bleibt ein Hofkünstler, der Städte so genau nahm, dass später Merian nach ihm stach.

Werke

In Auswahl außerdem: Synopsis totius Hassiae, Peribologia.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.