Wicked – Die Hexen von Oz

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Gregory Maguire · 1995 · Roman
Das Werk
Deutscher Titel: Wicked – Die Hexen von Oz
Autor(en): Gregory Maguire
Originaltitel: Wicked: The Life and Times of the Wicked Witch of the West
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1995
Schlagwörter: Hexe, Oz, Macht, grün
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Klett-Cotta


Umfang dieser Ausgabe: 544 Seiten
ISBN: 9783608988550
Verweise
Umschlag

Wicked – Die Hexen von Oz ist der 1995 erschienene Roman von Gregory Maguire, im Original Wicked: The Life and Times of the Wicked Witch of the West. Die grüne Elphaba, in L. Frank Baums Zauberer von Oz die Böse Hexe des Westens, erhält eine Kindheit, ein Studium und Gründe, dem Zauberer zu widersprechen. Maguire hat das Kinderbuch von 1900 in einen politischen Roman über Tiere, die das Sprechen verlieren, und über die Herstellung von Feindbildern verwandelt. Die deutsche Übersetzung von Hans-Ulrich Möhring liegt als Taschenbuch bei Klett-Cotta vor. Die Bühnenfassung mit Gesang von 2003 und die Filme danach haben den Stoff weltbekannt gemacht, oft ohne Maguires Bitterkeit.

Inhalt

Elphaba kommt in Quadlingien grün zur Welt, Tochter des Predigers Frexspar und der leichtfertigen Melena; die Schwester Nessarose wird ohne Arme geboren. Das Kind ist ernst, lesend, den Tieren zugetan. An der Universität Shiz teilt sie das Zimmer mit Galinda, später Glinda, die Schönheit und Zugehörigkeit übt, während Elphaba Biologie studiert und bei Doktor Dillamond hört, einem Ziegenbock, der die Verwandtschaft von Mensch und Tier lehrt. Der Zauberer von Oz entzieht den Tieren das Wort und die Rechte; wenige stören sich daran. Dillamond wird beseitigt. Elphaba beginnt, gegen den Palast zu arbeiten.

Fiyero, ein Prinz aus der Vinkus, gerät zwischen die beiden Frauen. Nessarose herrscht später über das Munchkinland, fromm und hart, und verliert die Macht an silberne Schuhe. Elphaba geht in den Untergrund, dann in eine Burg im Westen, und wird die Hexe, die das Land braucht, um den Zauberer als Vater der Ordnung zu erzählen. Dorothy, ein Mädchen aus Kansas, fällt ins Land, tötet unabsichtlich die Hexe des Ostens – Nessarose – und wird mit den Schuhen nach Westen geschickt. Elphaba will die Schuhe, nicht aus Eitelkeit, sondern weil sie der Schwester gehörten und weil Macht in Oz an Dingen haftet.

Wasser setzt Elphaba herab, wie Baum es vorgab; Maguire lässt offen, was davon Politik, was Physiologie, was Märchen ist. Glinda überlebt als öffentliche Gute. Der Roman erzählt Oz als Staat: Rassismus gegen die grüne Haut, gegen die Tiere, gegen die Quadlinger; Religion als Knüppel; der Zauberer als Scharlatan mit Geheimpolizei. Elphabas Bosheit ist die Auskunft der Sieger. Wer ihre Geschichte liest, sieht die Hexe, bevor das Haus auf der Schwester landete. Maguire lässt Oz als Kolonie und als Theater zugleich erscheinen: Der Palast braucht die grüne Frau, um die eigene Lüge zu verdecken. Die Schuhe der Schwester sind Erbschaft und Kriegsgerät in einem.

Einordnung

Maguire hat die Umkehr des Märchens – die Hexe als Heldin – mit einer Gesellschaftskritik der neunziger Jahre verbunden, die an Bürgerrechte und an die Sprache der Macht denkt. Die Bühnenfassung von Stephen Schwartz und Winnie Holzman hat aus Elphaba und Glinda ein Paar gemacht, das singt, und den Roman auf Freundschaft und Selbstbehauptung verkürzt. Die Filme der zwanziger Jahre folgen der Bühne mehr als Maguire. Baum bleibt der Ursprung; Wicked bleibt der Widerspruch.

Im Deutschen trägt der Untertitel die Hexen, nicht nur die eine, und hält den Blick auf Nessarose und Glinda offen. Dillamond und die stumm gemachten Tiere sind die politische Mitte, nicht die bekannte Melodie der späteren Bühne. Das Buch ist kein Kinderbuch mehr und kein bloßes Gegenmärchen. Es ist ein Roman darüber, wie Staaten ihre Hexen gießen, in Grün, und wie eine Frau sich in die Form fügt, die ihr die Feinde gegeben haben, um endlich gesehen zu werden.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.