Traumnovelle
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Traumnovelle |
| Autor(en): | Arthur Schnitzler |
| Originaltitel: | Traumnovelle |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1926 |
| Schlagwörter: | Ehe, Maske, Wien, Begehren |
| Sachgebiete: | Novelle |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | S. Fischer
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| Umfang dieser Ausgabe: | 125 Seiten |
| ISBN: | 9783596206421 |
| Verweise | |
Traumnovelle ist die 1925/26 erschienene Erzählung Arthur Schnitzlers: eine Wiener Ehe, eine Nacht der Masken, der Eifersucht, des Begehrens, das die bürgerliche Sicherheit als Kostüm entlarvt. Fridolin geht durch geheime Riten und kehrt zurück; Albertine hat geträumt, was er fast lebte. Das Buch hat der habsburgischen Nachwelt das Innere gegeben, das Zweigs Sicherheit nicht kennt und Kraus’ Phrase nicht braucht – den Traum, den Freud zur Lehre machte und den Schnitzler erzählt.
Inhalt
Die Handlung ist eine Nacht und ihr Morgen. Fridolin, Arzt, Ehemann, wird von Albertines Geständnis einer inneren Untreue in die Stadt getrieben: die Totenwache, das Dirnenhaus, die Geheimgesellschaft hinter der Maske, der Satz, der ihn retten und töten könnte. Albertine träumt derweil eine Orgie der Rache und der Hingabe. Am Morgen liegen beide Geständnisse auf dem Tisch, und die Ehe hält, weil sie gesehen hat, was sie nicht leben kann. Gegen die Moral, die Untreue als Fall liest, setzt Schnitzler die Behauptung, dass die bürgerliche Liebe das Verbotene braucht, um zu bleiben.
Gegen Freuds Die Traumdeutung setzt Schnitzler den Traum als Erzählung, nicht als Entzifferung. Er hat Freud gelesen und Freud hat ihn gelesen; die Novelle ist keine Illustration der Lehre, sie ist deren Wiener Luft. Gegen Zweigs Welt der Sicherheit setzt sie die Nacht, in der die Sicherheit Maske ist. Gegen Musils Möglichkeitsinn setzt sie den Körper, der Möglichkeiten hat, die der Tag nicht zulässt. Kafka würde die Instanz ohne Gesicht schreiben; Schnitzler schreibt die Instanz als Geheimrat, der das Gesicht hinter der Maske kennt. Die Stadt ist Wien, erkennbar und schon gespenstisch, Nachwelt zu Lebzeiten der Monarchie, die 1926 nicht mehr war.
Kubrick hat die Novelle nach New York verlegt und das Ende kälter gemacht; das ändert den Kern nicht. Wer nur den Film kennt, hat die Wiener Sätze nicht gelesen, in denen das Du der Ehe das Es der Nacht aushält. Wer nur Wien als Erotik sucht, unterschlägt die Angst, die genauer ist als die Lust. Das Buch bleibt schmal und hat das Innere der Nachwelt bestimmt: nicht der Palast, nicht die Schlacht, sondern das Schlafzimmer, in dem die Monarchie als Gewissen nachzittert.
Einordnung
Schnitzler hat der habsburgischen Nachwelt die Novelle des Begehrens hinterlassen, ohne die Freud nur Lehre und Zweig nur Trost wären. Neben der Traumdeutung, dem Prozeß und der Welt von Gestern steht dieser Band als das bürgerliche Innere, das die Phrase nicht zerreißt und die Sicherheit nicht glaubt. Die Wirkung reicht in jede spätere Erzählung der Ehe als Maskenspiel. Wer nach 1926 Wien sagt und die Nacht meint, spricht Schnitzler. Die Traumnovelle ist keine Diagnose des Reichs; sie ist, was vom Reich in den Ehen blieb.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
