Theologie der Hoffnung
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Theologie der Hoffnung |
| Autor(en): | Jürgen Moltmann
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1964 |
| Schlagwörter: | Eschatologie, Verheißung, Auferstehung, Geschichte |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Theologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Kaiser
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| Umfang dieser Ausgabe: | 340 Seiten |
| ISBN: | 9783579052243 |
| Verweise | |
Theologie der Hoffnung. Untersuchungen zur Begründung und zu den Konsequenzen einer christlichen Eschatologie ist die 1964 bei Chr. Kaiser erschienene Untersuchung von Jürgen Moltmann. Sie hat die Zukunft wieder zum Thema der Dogmatik gemacht, nicht zum Anhang über die letzten Dinge.
Inhalt
Moltmann behauptet, die christliche Eschatologie sei keine Lehre vom Ende, das man abwartet, sondern der Motor der Geschichte. Verheißung, nicht Ewigkeit als Stillstand: Gott ist der, der kommt. Die Auferstehung Christi öffnet eine Zukunft, die die Gegenwart richtet und in Bewegung setzt. Gegen eine Innerlichkeit, die das Heil in der Seele sucht, setzt er die Hoffnung, die die Welt nicht lässt, wie sie ist. Gegen eine Dialektik, die Gott nur als Krisis kennt, setzt er die Verheißung, die weitergeht. Ernst Bloch lieferte das philosophische Gegenüber: das Prinzip Hoffnung, säkular. Moltmann nimmt es auf und widerspricht ihm theologisch. Die Schrift ist akademisch und agitatorisch zugleich, geschrieben in einer Republik, die Wiederaufbau für Ankunft hielt.
Das Buch arbeitet exegetisch und dogmengeschichtlich: Israel, die Apokalyptik, die Auferstehung als Grund, nicht als Zusatz. Kirche ist Exodusgemeinde, nicht Hüterin des Bestands. Mission ist nicht Ausbreitung eines Besitzes, sondern Einladung in eine noch offene Geschichte. Die politischen Folgen sind gewollt. Wer Hoffnung sagt und nur Trost meint, hat Moltmann gegen sich; wer nur Revolution meint, unterschlägt die Auferstehung, ohne die seine Hoffnung leer wäre. 1964 traf das einen Protestantismus, der Barth und Bultmann kanonisiert hatte und die Eschatologie als Peinlichkeit behandelte. Das Buch gab den sechziger Jahren eine theologische Sprache für Veränderung.
Später hat Moltmann die Kreuzestheologie nachgetragen, weil Hoffnung ohne Karfreitag billig wird. Das hebt den Erstling nicht auf, es korrigiert seine Einseitigkeit. Kritik hat die Zukunft für zu linear, Bloch für zu nah, die Trinität der frühen Fassung für zu dünn gehalten. Die Wirkung lag in der politischen Theologie, in Lateinamerika, in der ökologischen Wende seines Spätwerks, das hier schon angelegt ist: eine Welt, die nicht fertig ist. Wer Moltmann nur als Theologen der Hoffnung kennt, hat den Gekreuzigten nicht gelesen. Wer nur das Kreuz kennt, unterschlägt, dass er mit diesem Band angefangen hat.
Einordnung
Die Eschatologie hörte auf, Anhang zu sein. In Die einflussreichsten Werke der Theologie: 20. Jahrhundert steht das Buch nach Tillich und vor Ratzinger: Zukunft gegen Tiefe, Verheißung gegen Bekenntnisdichte. Barth hatte Gott als Krisis gesetzt; Moltmann setzt ihn als Ankunft. Wer nach 1964 Hoffnung sagt und nur Optimismus meint, hat diesen Band nicht gelesen.
Ideen
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
