The World We Have Lost
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | The World We Have Lost |
| Autor(en): | Peter Laslett |
| Originaltitel: | The World We Have Lost. England Before the Industrial Age |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1965 |
| Schlagwörter: | Haushalt, Bevölkerung, Industrie, England |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Taylor & Francis Group
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| Umfang dieser Ausgabe: | 325 Seiten |
| ISBN: | 9781000385878 |
| Verweise | |
The World We Have Lost ist das 1965 erschienene Buch von Peter Laslett über das England vor der Industrie, rekonstruiert aus Kirchenbüchern, Haushalten und dem demographischen Muster, nicht aus der Klage über eine heile Welt. Laslett, in Cambridge Herausgeber der kritischen Locke-Ausgabe, hat die politische Ideengeschichte an die Sozialgeschichte derer gebunden, über die Locke schrieb. Das Buch ist der andere Pol der Cambridge School: Kontext nicht nur als Sprache der Traktate, sondern als Haus, Ehe, Tod.
Inhalt
Laslett zerschlägt das Bild einer vorindustriellen Großfamilie, in der drei Generationen unter einem Dach die Idylle oder die Enge des Dorfes bildeten. Die englischen Haushalte waren klein, die Ehe spät, das Gesinde fremd im Haus, die Kindersterblichkeit hoch. Wer von patriarchalischem Ganzen träumt oder von urwüchsiger Gemeinschaft, hat die Listen nicht gelesen. Die industrielle Welt hat nicht eine warme Ordnung zerstört; sie hat eine andere Härte abgelöst. Der Titel ist ironisch und ernst: verloren ist eine Welt, aber nicht die, die das Feuilleton meint.
Die Methode ist die der historischen Demographie, der Cambridge Group, die Laslett mitgründete. Zahlen gegen Anekdoten, Strukturen gegen die eine Lebensgeschichte, die zur Epoche aufgeblasen wird. Zugleich bleibt das Buch lesbar, erzählend, polemisch gegen Literaten, die das alte England aus Shakespeare und aus dem Gefühl destillieren. Locke gehört in diese Welt: Eigentum, Haushalt, die Regierung als trust setzen Verhältnisse voraus, die sich zählen lassen. Die Ideengeschichte ohne diese Böden schwebt.
Spätere Auflagen haben Zahlen berichtigt, Einwände aufgenommen, die These gehalten. Die Sozialgeschichte hat Laslett oft als zu glatt in der Entzauberung der Großfamilie kritisiert; regionale Unterschiede, die Armut, die Frauenarbeit seien unterbestimmt. Geblieben ist der Schnitt: Vorindustrie ist ein demographisches Regime, keine Moral. Wer Cambridge nur als Schule der politischen Sprachen kennt, unterschlägt, dass derselbe Ort die Haushalte gezählt hat, in denen diese Sprachen gesprochen wurden.
Einordnung
Laslett hat die Cambridge School nach unten geöffnet, zu den Lebenden, die keine Traktate schrieben. Dunn historisierte Locke; Laslett gab der Historisierung ein soziales Maß. Die französische Demographie der Annales war der Nachbar, nicht der Feind. Neben den Zwei Abhandlungen über die Regierung steht dieses Buch als der Boden, auf den Lockes Hausvater tritt – und als Warnung, die verlorene Welt nicht mit der gewünschten zu verwechseln.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
