Zwei Abhandlungen über die Regierung

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Zwei Abhandlungen über die Regierung
Autor(en): John Locke
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1689
Seitenanzahl: 361 Seiten
Originaltitel: Two Treatises of Government
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3518278134
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518278130
Schlagwörter: Naturzustand, Eigentum, Vertrag, Widerstand
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Rezensionen
Umschlag

Zwei Abhandlungen über die Regierung (englisch Two Treatises of Government) ist die 1689 erschienene Staatsschrift von John Locke. Sie begründet Herrschaft auf Zustimmung und Eigentum auf Arbeit – und gibt dem Volk das Recht, einen Fürsten zu stürzen, der beides bricht.

Inhalt

Die erste Abhandlung zerlegt Robert Filmers Lehre, die Könige erbten die väterliche Gewalt Adams. Locke hält das für Fabel und Tyrannei in einem: Aus der Schrift folgt kein Gottesgnadentum. Die zweite Abhandlung baut den Gegenentwurf. Im Naturzustand sind die Menschen frei und gleich; das Naturgesetz, die Vernunft, verbietet, den anderen zu schädigen. Eigentum entsteht, indem jemand seine Arbeit mit dem vermengt, was gemein war – so weit, als er es nutzen kann, ohne es verderben zu lassen. Geld durchbricht später diese Schranke und erlaubt Anhäufung.

Weil im Naturzustand jeder Richter in eigener Sache bleibt, schließen die Menschen einen Vertrag: Sie geben die Strafgewalt an die Gesellschaft, nicht an einen Herrn ohne Maß. Regierung ist Treuhand. Trennung von Gesetzgebung und Vollzug soll die Macht begrenzen. Wer die Gewalt gegen das Eigentum und die Freiheit der Untertanen kehrt, löst den Vertrag; Widerstand ist dann nicht Aufruhr, sondern Appell an den Himmel. Locke schreibt nach der Glorious Revolution und tut so, als gälte die Lehre immer.

Der Ton ist nüchtern, juristisch, oft umständlich, und an den Stellen über Arbeit und Land von einer Härte, die Kolonien nicht ausspricht und doch trifft: Unbebautes Land gilt als verschwendet. Wer nur den Liberalen der Rechte liest, unterschlägt, wie sehr das Eigentum die Freiheit trägt – und begrenzt.

Einordnung

Gegen Thomas HobbesLeviathan setzt Locke den begrenzten Staat und das Widerstandsrecht; gegen den Absolutismus die Treuhand. Vom Gesellschaftsvertrag wird den Gemeinwillen schärfer fassen; Eine Theorie der Gerechtigkeit die Fairness vor das historische Eigentum stellen; Robert Nozick holt in Anarchie, Staat und Utopia Locke zurück gegen Rawls, als wäre Arbeitstitel unantastbar. Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung spricht mit Locke, oft ohne den Namen. Die Kritik ist alt und bleibt: Der Naturzustand ist Konstruktion, das Eigentum durch Arbeit rechtfertigt Eroberung, und die Schranke gegen Verschwendung fällt mit dem Geld. Der Text ist das Grundbuch des Liberalismus – mit der Hypothek, die dazugehört.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.