Autor:Tacitus

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Tacitus (um 55–um 120 n. Chr.), römischer Senator und Konsul, hat die Unfreiheit des Prinzipats in einer Prosa festgehalten, die seither als Messer gilt. Die Annalen erzählen Rom von Tiberius bis Nero; die Germania hält den Barbaren als Spiegel vor – und wurde Jahrhunderte später völkisch missbraucht.

Leben

Ritterbürtige Herkunft, Laufbahn unter den Flaviern, Konsulat unter Nerva, Statthalterschaft in Asien unter Trajan, Schwiegersohn des Agricola, dessen Leben er beschrieb. Der Umweg über Domitians Schreckensjahre erklärt den Ton: Wer im Senat geschwiegen hat, schreibt später, wie das Schweigen schmeckt. Die großen Geschichtswerke entstanden unter Trajan; beide blieben Torso. Gestorben ist er um 120.

Wirkung

Tacitus hat die Tyrannis als Verfall der Sprache gedacht: Schmeichelei, Denunziation, die Würde, die man noch im Tod bewahrt. Die Annalen sind das Lehrbuch der politischen Bitterkeit, von Machiavelli bis zu den Moralisten der Neuzeit. Die Germania war ethnographische Moral und wurde im 19. und 20. Jahrhundert zur Urkunde einer Rasse umgelogen. Das antike Buch ist kurz und lateinisch; der Missbrauch ist deutsch und modern. Beides gehört in die Wirkung, nicht in einen Topf.

Wer ihn nur als Stilisten liest, unterschlägt die Politik; wer die Germania nur als NS-Quelle kennt, hat Tacitus nicht gelesen. Die Jahrbücher bleiben das dunklere, wahrere Werk.

Werke

In Auswahl außerdem: Historien, Agricola, Dialogus de oratoribus.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.