Soziobiologie
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Soziobiologie |
| Autor(en): | Edward O. Wilson |
| Originaltitel: | Sociobiology: The New Synthesis |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1975 |
| Schlagwörter: | Fitness, Altruismus, Gene, Sozialverhalten |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Naturwissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Umfang dieser Ausgabe: | 697 Seiten |
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| Verweise | |
Soziobiologie (englisch Sociobiology: The New Synthesis) ist das 1975 erschienene Werk von Edward O. Wilson, das das Sozialverhalten der Tiere auf Evolution, Gene und Fitness bezieht und im letzten Kapitel denselben Blick auf den Menschen wagt. Der Streit, der folgte – Rassismus, Determinismus, Wasser auf dem Podium –, gehört zum Buch, nicht in eine Fußnote.
Inhalt
Wilson sammelt das Sozialverhalten der Organismen, von den Schleimpilzen bis zu den Primaten, und unterstellt es der Frage, wie Gene sich über Verhalten fortpflanzen. Altruismus, der das Individuum kostet und Verwandte nützt; Rang, Territorialität, Sexualität, die Kasten der Insektenstaaten: Alles wird zur Strategie der Fitness, ohne dass Strategie Absicht meint. Die Ameisen, die Wilson kennt wie kein zweiter, sind das Herz. Die Synthese ist die Behauptung, dass eine einzige biologische Wissenschaft das Soziale der Tiere trägt. Die Ethologie, die Populationsgenetik, die Ökologie werden in ein Buch gezwungen. Das ist die Leistung, bevor der Skandal beginnt.
Das letzte Kapitel gilt dem Menschen. Wilson streicht die Kultur nicht; er begrenzt sie durch eine biologische Ausstattung, die Aggression, Geschlecht, Altruismus, Territorialität nicht beliebig formt. Die Hoffnung, Gesellschaft sei nur Geschichte, trifft auf Gene, die langsamer sind als Gesetze. 1975, Harvard, die Linke der Biologie: Gould, Lewontin, die Wissenschaft für das Volk. Sie lasen Determinismus, Rechtfertigung der bestehenden Ordnung, die Gefahr, Rasse und Geschlecht wieder zur Natur zu machen. Wilson hat das als Missverständnis seiner selbst verteidigt. Die politische Rechte hat Vokabeln genommen, die im Buch liegen, auch wo Wilson sie später zur Biodiversität wandte. Beides ist wahr: die Überdehnung und der Kern, der das Sozialverhalten der Tiere zur Wissenschaft machte.
Unsicher bleibt, wo die Analogie zum Menschen aufhört, Wissenschaft zu sein, und anfängt, Gesellschaft zu erklären, die sich wehrt. Wilson schreibt als Naturforscher, der den Menschen nicht ausnimmt – das ist die Ehrlichkeit und die Anmaßung. Wer nur die Ameisen sucht, hat das Kapitel nicht gelesen, um dessentwillen das Buch berühmt und berüchtigt ist. Wer nur den Skandal sucht, unterschlägt die fünfhundert Seiten, ohne die das Kapitel keine Synthese wäre. Die Wasserkanne auf dem Podium, die Beleidigung als Faschist: Das gehört in die Einordnung als Wirkung, nicht als Widerlegung der Ameise.
Einordnung
Die Soziobiologie hat die Verhaltensökologie ernährt und den Streit um Gene und Kultur zum öffentlichen Fall gemacht. Stephen Jay Goulds Der falsch vermessene Mensch kämpft gegen die Messung der Ungleichheit; gegen Wilson kämpfte Gould um den Anteil der Kultur. Lynn Margulis' Symbiose setzt Kooperation in der Zelle gegen die alleinige Konkurrenz der Gene. Wer nach 1975 Sozialverhalten biologisch erklärt, spricht Wilson – und muss den Streit um den Menschen mitführen, den das letzte Kapitel eröffnet hat.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.