Simone Weil, in Paris geboren, hat die Aufmerksamkeit als die eigentlichste Form des Gebets bestimmt und die Schwerkraft der Seele gegen die Gnade gesetzt, die nur von außen kommt. Schwerkraft und Gnade, nach dem Tod aus Heften zusammengestellt, ist das Buch dieser Strenge.
Leben
Jüdisches Elternhaus, die École normale, Fabrikjahr bei Renault, der Spanische Bürgerkrieg, die Flucht nach England: Der Umweg ist die Fabrik, nicht der Lehrstuhl. Wer die Fließarbeit am eigenen Leib gemessen hat, schreibt später nicht mehr über das Unglück als Zuschauerin. Die Mystik kam nach der Politik, ohne sie zu streichen. Sie starb in Ashford in Kent, ausgehungert, weil sie nicht mehr essen wollte als die Besetzten in Frankreich.
Wirkung
Weil hat die Aufmerksamkeit gegen die Zerstreuung gestellt und das Unglück, das die Seele zermalmt, von dem Leiden unterschieden, das noch sprechen kann. Gnade ist kein Verdienst; sie fällt, oder sie fällt nicht. Die Linke las die Fabrikaufzeichnungen, die Theologie die Hefte, Camus gab sie nach dem Krieg heraus. Die Strenge, mit der sie sich selbst nichts nachsah, hat Schüler und Abstoßer gleichermaßen erzeugt.
Wer sie nur als Heilige führt, unterschlägt die Marx-Kritik und die Gewerkschaft. Wer sie nur als politische Heilige führt, unterschlägt, dass sie die Kirche liebte und nicht eintrat, weil sie das Volk draußen nicht verraten wollte. Geblieben ist der Satz, dass das Denken eine Form der Aufmerksamkeit ist – und dass ohne sie weder Gerechtigkeit noch Gebet sind.
Werke
- Schwerkraft und Gnade (1947)
In Auswahl außerdem: Die Verwurzelung, Cahiers.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
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