She Said
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | She Said |
| Autor(en): | Jodi Kantor, Megan Twohey |
| Originaltitel: | She Said: Breaking the Sexual Harassment Story That Helped Ignite a Movement |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2019 |
| Schlagwörter: | Macht, Geschlecht, Presse, Schweigen |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Zeitdiagnose |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Tropen
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| Umfang dieser Ausgabe: | 448 Seiten |
| ISBN: | 9783608501926 |
| Verweise | |
She Said. Wie das Schweigen gebrochen wurde und die MeToo-Bewegung begann ist das 2019 erschienene Buch von Jodi Kantor und Megan Twohey, deutsch 2020 zuerst unter dem Titel #MeToo bei Tropen, später unter dem Originaltitel. Es rekonstruiert die Monate, in denen die New York Times den Filmproduzenten Harvey Weinstein nicht als Gerücht, sondern als System zu fassen bekam.
Inhalt
Kantor und Twohey erzählen die Recherche von innen: Anrufe an Frauen, die sprechen wollen und nicht dürfen, Verschwiegenheitsklauseln, die das Sprechen zur Vertragsverletzung machen, Abfindungen, die bis in die neunziger Jahre zurückreichen, interne Memos, in denen Mitarbeiterinnen den Chef schon gemeldet haben, ohne dass die Firma sie schützte. Ashley Judd, Rose McGowan, ehemalige Angestellte der Weinstein Company – das Buch nennt sie, sobald der Satz hält, und hält die anderen zurück, solange die nächste Klausel sie treffen würde. Der 5. Oktober 2017 ist nicht der Anfang der Bewegung. Er ist der Tag, an dem eine Zeitung den Stoff trug, den Hollywood seit Jahren als Wetter behandelt hatte. Tarana Burke hatte den Namen MeToo schon gegeben; die Leitmedien hatten ihn noch nicht gebraucht.
Das System, das die Autorinnen beschreiben, ist juristisch und sozial zugleich. Anwältinnen, die Opfer vertreten und zugleich den Täter beraten; Geheimhaltungsvereinbarungen als Geschäftsmodell; eine Unterhaltungsindustrie, in der Nähe zum Produzenten Karriere bedeutet und Distanz das Ende. Kantor und Twohey schreiben die eigene Redaktion in diese Lage hinein: die Juristen der Times, die Prüfung jeder Zeile, der Moment, in dem Weinsteins Anwälte drohen und die Zeitung trotzdem druckt. Ein zweiter Strang gilt Christine Blasey Ford und dem damaligen Richterkandidaten Kavanaugh – dieselbe Frage, wer sprechen darf, in einem anderen Gebäude. Das Buch ist Werkstattbericht, kein Manifest. Es zeigt, wie knapp die Sätze waren.
Der Pulitzerpreis 2018 galt der Zeitung; der Film von 2022 hat die Recherche selbst zum Drama gemacht. Kritik hat die Konzentration auf Weinstein für zu hollywoodisch, die Bewegung für breiter, die Autorinnen für zu nah an der eigenen Heldinnengeschichte gehalten. Das Buch behauptet nicht, zwei Reporterinnen hätten eine Weltbewegung erfunden. Es behauptet, dass ohne die belegte Geschichte die Bewegung in den Leitmedien Gerücht geblieben wäre. Ronan Farrows parallele Enthüllung betont das Verfolgen und Abfangen; Kantor und Twohey betonen die Prüfung. Wer nur den Sturz eines Mannes will, unterschlägt die Verträge, die den Sturz so lange verhinderten. Wer nur die Bewegung feiert, unterschlägt die Monate, in denen noch niemand öffentlich zeichnen durfte.
Einordnung
Ohne dieses Buch fehlt den späten zehner Jahren das öffentliche Protokoll, in dem sexuelle Gewalt als Klausel und Abfindung lesbar wurde. In den einflussreichsten investigativen Sachbüchern steht es als der Band, in dem Macht das Sprechen verbietet und die Zeitung das Verbot bricht, indem sie prüft. Wer nur Skandal sagt, hat die Verträge nicht gelesen.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Die einflussreichsten investigativen Sachbücher (Wirkungsgeschichte)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
