Autor:Rudolf Otto

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Rudolf Otto (1869–1937), in Peine geboren, hat der Religion das zurückgegeben, was Moral und Begriff an ihr nicht erklären: den Schauer vor dem ganz Anderen. Das Heilige prägt dafür das Wort Numinosum.

Leben

Lutherischer Theologe, Indienreise, Marburg. Der Umweg war der Vergleich: Otto hat Sanskrit gelesen und das Christentum nicht zur bloßen Variante gemacht, sondern das Irrationale an beiden aufgesucht. Reichstag für die Nationalliberalen, der Krieg, in dem das Buch von 1917 erschien. Er starb in Marburg. Die Feierlichkeit der Prosa hat Schüler gefunden und Spötter; die Unterscheidung hat die Religionswissenschaft des Jahrhunderts beschäftigt.

Wirkung

Das Heilige ist mehr als das Gute. Mysterium tremendum und fascinans, Furcht und Anziehung, das Numinose als Rest, der sich nicht in Sittlichkeit übersetzen lässt: Otto hat gegen die Aufklärungstheologie und gegen die bloße Geschichte der Religion denselben Einspruch gesetzt. Mircea Eliade hat die Unterscheidung verräumlicht; William James hatte die Innenseite schon beschrieben, ohne das Wort.

Kanonisiert in der Theologie, verdünnt zur Stimmung des Erhabenen. Wer Otto nur als Dichter des Schauers liest, unterschlägt den Anspruch, das Eigentümliche der Religion zu retten. Die Kritik nennt ihn zu protestantisch, zu innerlich. Das Wort Numinosum ist trotzdem gewandert, oft ohne das Buch.

Werke

In Auswahl außerdem: West-östliche Mystik, Das Gefühl des Überweltlichen, Reich Gottes und Menschensohn.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.