Rendezvous mit 31/439

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Rendezvous mit 31/439
Autor(en): Arthur C. Clarke
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Heyne
Serie:
Erscheinungsjahr: 1973
Seitenanzahl: 320 Seiten
Originaltitel: Rendezvous with Rama
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3453322908
ISBN-13/

EAN-Code:

9783453322905
Schlagwörter: Zylinder, All, Expedition, Artefakt
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Rendezvous mit 31/439 ist der 1973 erschienene Roman von Arthur C. Clarke, im Original Rendezvous with Rama. Ein zylindrisches Objekt, fünfzig Kilometer lang, durchquert das Sonnensystem; eine Besatzung betritt es und versteht die Erbauer nicht. Clarke erhielt den Nebula- und den Hugo-Preis. Der deutsche Titel nennt die Asteroidennummer, unter der man den Körper zuerst führte; Rama, der Name aus dem Hinduismus, bleibt im Original. Roland Fleissner übersetzte. Der Schlusssatz, die Ramaner täten alles zu dritt, hat Fortsetzungen nach sich gezogen, die Clarke mit Gentry Lee schrieb. Das erste Buch war als einzelnes gedacht.

Inhalt

Im zweiundzwanzigsten Jahrhundert hat das Programm Spaceguard, nach einem fiktiven Einschlag auf Italien, die Aufgabe, gefährliche Kleinplaneten zu finden. Objekt 31/439 ist kein Stein. Es ist hohl, rotiert, ein Zylinder, den man Rama tauft. Kommandant William Norton führt die Mannschaft des Schiffes Endeavour hinein. Am Nordpol liegen Schleusen und Leitern; die Innenwand ist bewohnbare Fläche mit künstlicher Schwere. In der Mitte liegt ein ringförmiges Meer, das Zylindrische Meer, mit einer Insel aus Türmen, die die Astronauten New York nennen. Städteähnliche Ansammlungen erhalten Namen nach London, Paris, Moskau, Bombay, Peking, Tokio – Willkür einer Mannschaft, die keine Karte hat.

Mit der Annäherung an die Sonne taut Rama auf. Biomechanische Wesen, später Biots genannt, werden tätig: Sie warten, räumen, ignorieren die Menschen, solange die Menschen nicht stören. Die Mannschaft erkundet, misst, streitet über Vorsicht und Vorstoß. Eine Gruppe setzt über das Meer, eine klettert zu den südwärts gelegenen Dornen des Antriebs; jemand stürzt, jemand wird gerettet, und Rama nimmt davon keine Notiz. Der Zylinder bleibt höflich und undurchdringlich. Die Erbauer zeigen sich nicht. Motive werden vermutet – Sonde, Arche, Waffe – und nicht bestätigt. Merkur, im Buch eine eigenwillige Kolonie, erwägt einen Angriff aus Angst.

Weit innerhalb der Merkurbahn erwacht der Antrieb. Rama beschleunigt auf eine Weise, die niemand kennt, und verlässt das System, offenbar nur zum Schwungholen an der Sonne. Norton und die Seinen kommen heraus, mit Messungen, ohne Sinn. Auf der Erde wacht Doktor Perera aus unruhigem Schlaf mit dem Satz, die Ramaner machten alles zu dritt. Das Rendezvous ist vorbei. Die Frage, wer da war, bleibt die Beute des Lesers, und sie wiegt schwerer als jede Antwort, die eine Fortsetzung nachreichen könnte.

Einordnung

Clarke hat das große Ding im All reiner gebaut als fast jemand vor ihm. Rama ist keine Invasion wie in WellsDer Krieg der Welten und kein Spiegel der Seele wie Lems Solaris; es ist ein Gegenstand, der funktioniert, ohne uns zu meinen. Die Nüchternheit der Ingenieure ist das Ethos: messen, nicht anbeten. Spaceguard ist vom Roman in die Wirklichkeit gewandert; die NASA bekam unter diesem Namen Geld für die Suche nach erdnahen Kleinkörpern. Die Fortsetzungen mit Lee haben das Geheimnis bevölkert und für viele Leser das erste Buch geschwächt. Der Satz von den dreien war ein Nachklang, kein Auftrag.

Verfilmungen mit Morgan Freeman und später Denis Villeneuve wurden angekündigt und verschoben. Ein Computerspiel der achtziger Jahre, das den Roman nachspielt, hat Clarke einen abweichenden Schluss schreiben lassen, weil das Spiel einen Sieger braucht und das Buch keinen kennt. Wer den Roman als Vorstufe zu Fortsetzungen liest, verfehlt die Pointe der Stille. 31/439 braucht uns nicht. Das Rendezvous ist ein Missverständnis zu unseren Gunsten: Wir durften zusehen, während eine Maschine auftaute, arbeitete und weiterflog. Genau darin liegt Clarkes Kälte und seine Größe.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.