Rationalismus in der Politik

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Michael Oakeshott · 1962 · Sachbuch, Politik
Das Werk
Deutscher Titel: Rationalismus in der Politik
Autor(en): Michael Oakeshott
Originaltitel: Rationalism in Politics and Other Essays
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1962
Schlagwörter: Tradition, Skepsis, Konservatismus, Praxis
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Greifbare Ausgabe
Verlag: Methuen
Erscheinungsort: Rationalism in Politics and Other Essays
Umfang dieser Ausgabe: 333 Seiten
ISBN: 9780865970956
Verweise
Umschlag

Rationalismus in der Politik ist die deutsche Bezeichnung der 1962 bei Methuen in London erschienenen Essaysammlung von Michael Oakeshott. Der Originaltitel lautet Rationalism in Politics and Other Essays. Die Stücke geben dem britischen Konservatismus des Jahrhunderts die philosophische Stimme: Politik als Pflege einer Überlieferung, nicht als Anwendung eines Plans.

Inhalt

Oakeshott zeichnet den Rationalisten, der Tradition für Unwissen hält und deshalb die Gesellschaft als Werkstück nimmt. Die Karte soll das Land ersetzen; Technik und Lehre sollen ersetzen, was nur im Mitmachen gelernt wird. Politik ist für ihn kein Projekt, das man erfindet, sondern ein Fortsetzen von Praktiken, die älter sind als das Argument, mit dem man sie rechtfertigt. Skepsis ist die Tugend: wer genau weiß, wohin die Geschichte soll, ist bereits gefährlich.

Gegen Hayeks Markt setzt Oakeshott die Sitte. Der Preis mag Wissen tragen, das kein Planer hat; er trägt nicht die Gewohnheit, in der Menschen überhaupt erst wissen, was ein Preis soll. Das Buch ist darum konservativ, ohne Parteiprogramm zu sein, und liberal, ohne den Markt zum Maß der Freiheit zu machen. Die Essays über Hobbes, über die Universität, über das Gespräch als Form des Verstehens tragen denselben Gedanken aus der Staatskunst in die Bildung.

Der Ton ist trocken, oft ironisch, ohne Pathos der Ahnenreihe. Wer Konservatismus nur als Partei kennt, hat diese Nüchternheit übersprungen. Die Kritik hat die Pflege für Stillstand gehalten und die Abwehr des Plans für Abwehr der Gerechtigkeit. Oakeshott antwortet nicht mit einem Gegenplan; er antwortet mit der Behauptung, dass Politik ein Können ist, kein Lehrsatz. Genau darin bleibt das Buch britisch: Misstrauen gegen die Theorie, die die Praxis belehren will, als hätte sie sie erfunden.

Einordnung

In Konservative Werke des 20. Jahrhunderts steht die Sammlung als die philosophische Stimme neben Hayeks Warnung und Kirks Kanon. Strauss will Maßstäbe, die keine Epoche erfindet; Oakeshott will Praktiken, die keine Theorie ersetzt. Wer nur den Kalten Krieg als Horizont nimmt, unterschlägt, dass hier gegen den Intellektuellen geschrieben wird, nicht zuerst gegen den Planwirtschaftler.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.