Autor:Rainald Goetz

1954
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Schriftsteller · Literatur · Gesellschaft · 20. Jahrhundert
LiteraturGesellschaft


Rainald Goetz, in München geboren, hat der deutschen Prosa der achtziger Jahre die Klinik und den Lärm gegeben, ohne Beichte. Irre ist der Debütroman von 1983: ein Arzt in der Psychiatrie, Szenen, Jargon, die Republik als Stimmengewirr, das sich nicht zur Lehre ordnet.

Leben

Medizin und Geschichte, Promotion, Arzt, dann Schriftsteller, der den Beruf nicht als Kostüm ablegte. Der Umweg war die Station: Wer diagnostiziert, kennt die Sprache der Normalen als zweite Krankheit. Klagenfurt, der Schnitt in die Stirn, Pop, Theater, Internetprosa. Er lebt in Berlin.

Wirkung

Goetz hat den Ton der Massenmedien nicht als Oberfläche, sondern als Wahrnehmungsform geschrieben: Fernsehen, Tanzlokal, Klinik, der Jargon der Zeit. Irre kam vor der Etikette und bleibt das Buch, in dem Wahnsinn und Anstalt sich gegenseitig erklären, ohne dass der Autor den Weisen gibt. Gegen Handkes Schauen und Straußens Mythos steht hier München als Jetzt, roh und montiert.

Die Nachwelt hat ihn zum Ahnherrn einer lauten Gegenwartsprosa gemacht. Das unterschlägt die medizinische Nüchternheit und die spätere Strenge. Wer nur den Skandal von Klagenfurt will, hat die Station nicht gelesen. Die Tagebücher und Johann Holtrop haben das Verfahren in andere Jahrzehnte getragen; der erste Roman bleibt die Eröffnung, nach der deutsche Gegenwartsprosa lauter sein durfte, ohne dümmer zu werden.

Werke

In Auswahl außerdem: Kontrolliert, Abfall für alle, Johann Holtrop.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.