Prolegomena zur Geschichte Israels
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Prolegomena zur Geschichte Israels |
| Autor(en): | Julius Wellhausen
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1883 |
| Schlagwörter: | Tora, Quellen, Kanon, Israel |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Theologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Umfang dieser Ausgabe: | 512 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Die Prolegomena zur Geschichte Israels sind die 1883 erschienene Neubearbeitung von Julius Wellhausens Geschichte Israels des Jahres 1878. Wellhausen zerlegt den Pentateuch in Quellen und ordnet sie in eine Geschichte des Kultes: das Gesetz ist spät, die Prophetie früher, das eine Buch das Ergebnis von Redaktion. Das Werk ist das Organon der historisch-kritischen Kanonforschung – Skandal für die Gemeinde, Schulbuch für die Zunft.
Inhalt
Wellhausen erzählt nicht zuerst die Erzväter, er erzählt den Kult. Wo wird geopfert? Wer darf es? Wann wird der eine Ort zwingend? Aus den Antworten folgt die Reihenfolge der Schriften. Jahwist und Elohist gehören in eine ältere, dezentrale Religion; das Deuteronomium zentralisiert; die Priesterschrift setzt den fertigen Tempelkult in die Urzeit zurück, als wäre er immer schon Gesetz gewesen. Die Tora, wie sie vorliegt, ist das Produkt dieser Rückprojektion. Das eine Buch verbirgt die Hände, die es gebunden haben.
Der Ton ist der des Historikers, der erzählen kann. Wellhausen hasst den toten Kult nicht aus Aufklärungshochmut allein; er liebt die Propheten, die ihm lebendiger scheinen als das Gesetz. Genau darin liegt die Tendenz, die spätere Kritik getroffen hat: Protestantisches Pathos gegen Priestertum, das die Daten färbt. Gegen die fromme Lehre, Mose habe das Gesetz gegeben, steht die Philologie der Schichten. Gegen die spätere Behauptung, Wellhausen habe Israel nur zersetzt, steht die Geschichte, die er stattdessen schreibt – parteilich, lesbar, ein Jahrhundert lang die Folie jeder Einleitung.
Unsicher bleiben Daten und Zuschreibungen. Die Forschung hat Quellen vermehrt, verworfen, neu datiert; Qumran hat die Vielfalt der Texte vor dem Schluss gezeigt. Die Frage, die Wellhausen gestellt hat, bleibt: Wie wird aus vielen Schriften ein Buch, das als eines gilt? Wer nur den Zerstörer kennt, hat die Erzählung nicht gelesen. Wer nur die Erzählung rettet, unterschlägt den Glaubenskampf, aus dem sie kommt.
Einordnung
Neben Spinozas Tractatus ist Wellhausen die philologische Schließung der Frage, die Spinoza politisch gestellt hatte: die Schrift ist menschliches Werk. Assmann hat Kanon als Fest des Gedächtnisses gelesen; Wellhausen hat die Hände gezeigt, die das Fest vorbereiten. Wer nach 1883 über die Entstehung der Tora spricht, spricht hinter diesen Prolegomena oder gegen sie. Die Bookpedia braucht den Titel, weil »wie ein heiliges Buch entsteht« sonst eine Metapher ohne Organon wäre.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Wie ein heiliges Buch entsteht (Lesepfad)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.