Julius Wellhausen (1844–1918), in Hameln geboren und in Göttingen gestorben, hat die Tora in Quellen zerlegt, die ein Buch geworden sind. Die Prolegomena zur Geschichte Israels von 1883 sind das Organon dieser Zerlegung – und der Skandal der Theologie, die das eine Buch für ungeteilt hielt.
Leben
Pfarrhaus, Göttingen, Greifswald, Halle, Marburg, wieder Göttingen. Der Umweg ist der Lehrstuhl für alttestamentliche Theologie, den er niederlegte, weil er den Glauben der Studenten nicht mehr vertreten konnte: Er wurde Orientalist und Historiker, ohne die Texte loszulassen. Er starb in Göttingen, als die Quellenhypothese schon Schulmeinung war und schon bestritten wurde.
Wirkung
Wellhausen hat Jahwist, Elohist, Deuteronomium, Priesterschrift in eine Geschichte der Religion Israels geordnet: Kult, der zentral wird, Gesetz, das spät ist, Prophetie vor dem Gesetz. Die Gemeinde hat das als Angriff gelesen; die Wissenschaft als Befreiung. Spätere Forschung hat Schichten und Daten verschoben und die Frage nicht gestrichen, dass das eine Buch viele Hände hat.
Wer ihn nur als Zerstörer der Schrift kennt, unterschlägt den Stilisten der deutschen Prosa, der Geschichte erzählen wollte, nicht nur Quellen zählen. Wer nur den Historiker rettet, unterschlägt den Glaubenskampf, aus dem die Prolegomena kommen. Die Kanonisierung als Arbeit beginnt bei ihm als Philologie.
Werke
In Auswahl außerdem: Israelitische und jüdische Geschichte, die Kleinen Propheten.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
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