Postmoderne – zur Logik der Kultur im Spätkapitalismus
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Postmoderne – zur Logik der Kultur im Spätkapitalismus |
| Autor(en): | Fredric Jameson |
| Originaltitel: | Postmodernism, or, The Cultural Logic of Late Capitalism |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1991 |
| Schlagwörter: | Spätkapitalismus, Nachahmung, Periode, Kultur |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Gesellschaftstheorie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Duke University Press |
| Erscheinungsort: | Postmodernism, or, The Cultural Logic of Late Capitalism |
| Umfang dieser Ausgabe: | 438 Seiten |
| ISBN: | 9780822310907 |
| Verweise | |
Postmoderne – zur Logik der Kultur im Spätkapitalismus ist die deutsche Bezeichnung des 1991 bei Duke University Press erschienenen Buches von Fredric Jameson. Der Originaltitel lautet Postmodernism, or, The Cultural Logic of Late Capitalism. Der Essay von 1984 in der New Left Review lag 1986 auf Deutsch im Sammelband von Andreas Huyssen und Klaus R. Scherpe vor; das Buch entfaltet ihn zur Periode.
Inhalt
Jameson liest die Postmoderne nicht als Stilspiel, sondern als Kultur des Spätkapitalismus: Nachahmung ohne Spott, räumliche Logik statt historischer Tiefe, das Gedächtnis, das zur Fläche wird. Warhol, der Bonaventura-Hotel, der Videoclip, die Architektur, die innen kein Außen mehr kennt: Beispiele einer Lage, in der das Subjekt sich im globalen Netz nicht mehr kartieren kann. Kultur ist hier nicht Überbau neben der Ökonomie, sie ist die Weise, in der diese Ökonomie erscheint.
Gegen Lyotards Sprachspiele setzt Jameson die Periode, die einen Namen braucht, weil der Kapitalismus einen hat. Der Widerspruch, marxistisch und postmodern zugleich zu schreiben, wird nicht aufgelöst, er wird ausgetragen: Totalität bleibt die Forderung, auch wo die Erfahrung sie verweigert. Gegen Habermas’ unvollendete Moderne setzt er die Behauptung, dass die Moderne als Projekt des bürgerlichen Subjekts historisch abgeschlossen ist, ohne dass daraus Beliebigkeit folgen müsste. Das Sehen – das Hotel, die Leinwand – trägt die Theorie, nicht der Jargon.
Wer nur Stil sagt, hat die Periode übersprungen. Die deutsche Debatte hat lange den Essay von 1986 zitiert, als wäre er das Buch; die Kapitel von 1991 über Raum, über Theorie, über Film und Video machen aus der Diagnose ein System. Die Kritik hat den Spätkapitalismus für zu grob, die Beispiele für zu kalifornisch gehalten. Jameson antwortet, indem er Hollywood ernst nimmt: nicht als Abfall der Kunst, als Logik einer Welt, die Ware geworden ist und Kultur heißt.
Einordnung
In Die Postmoderne in zehn Büchern steht der Band als die ökonomische Wende nach Lyotards Taufe. Aufnahme in die Gesellschaftstheorie heißt: hier wird Kultur als Periode des Kapitals gelesen, nicht als Seminarhaltung. Huyssen und Scherpe bleiben Herausgeber des deutschen Erstdrucks; das Lemma trifft das Buch von 1991.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
