Pompeji
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Pompeji |
| Autor(en): | Robert Harris |
| Originaltitel: | Pompeii |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2003 |
| Schlagwörter: | Vesuv, Wasserleitung, Rom, Untergang |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Heyne
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| Umfang dieser Ausgabe: | 384 Seiten |
| ISBN: | 9783453470132 |
| Verweise | |
Pompeji ist der 2003 auf Englisch erschienene historische Roman von Robert Harris, deutsch 2004 bei Heyne, der die vier Tage vor und während des Vesuvausbruchs vom August 79 als Geschichte einer Wasserleitung erzählt. Harris, zuvor Verfasser politischer Spannungsromane, hat Plinius, Inschriften und die Archäologie der Aqua Augusta genutzt. Der junge Wasserbaumeister merkt, dass der Berg unruhig ist, lange bevor die Stadt es wahrhaben will. Das Buch stand Wochen auf dem ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste. Es ist kein Kostümstück: Die Katastrophe hat einen Fahrplan, und zuerst versagt das Wasser.
Inhalt
Marcus Attilius Primus kommt als Aquarius nach Misenum, Nachfolger eines verschwundenen Vorgängers, zuständig für die Aqua Augusta, die das Kampanische mit Wasser aus den Bergen versorgt. Die Leitung versiegt in der Augusthitze; Villen, Bäder und die Stadt Pompeji klagen. Attilius sucht das Leck landeinwärts, gegen den Widerstand örtlicher Machthaber, allen voran des Freigelassenen Numerius Popidius Ampliatus, der reich geworden ist, indem er nach einem früheren Beben billig kaufte und teuer wiederaufbaute. Dessen Tochter Corelia warnt und hilft dem Fremden, gegen den Willen des Vaters. Harris schildert das römische Wasserrecht, Bleirohre, Steigungen und die Abhängigkeit einer ganzen Küste vom ununterbrochenen Fluss. Ampliatus will den Ingenieur kaufen oder beseitigen; ein Fest auf seinem Anwesen zeigt den Luxus, der das Beben schon einmal überlebt hat und das nächste nicht fürchtet.
Attilius findet, dass das Wasser nicht nur durch Nachlässigkeit fehlt: Schwefel, tote Fische, unruhige Brunnen, der Geruch des Berges. Er reist zu Plinius dem Älteren, dem Flottenbefehlshaber in Misenum, der als Naturforscher den Vesuv beobachtet und Attilius ernst nimmt. Während die Reichen weiter speisen, steigt die Spannung im Schlot. Harris hält die Tage genau: der 22. August, der 23., der 24., an dem die Säule über dem Berg steht. Attilius versucht, Corelia aus Pompeji zu holen, während Ampliatus noch Geschäfte sieht. Die Stadt versteht den Ausbruch zuerst als Schauspiel, dann als Nacht.
Der Ascheregen, die Glutlawinen, die Flucht zu den Schiffen: Harris schreibt die bekannten Bilder der Ausgrabungen zurück in Körper, die noch laufen können. Plinius fährt der Erscheinung entgegen und stirbt, wie die Überlieferung es will, an der Luft des Ufers. Attilius und Corelia kämpfen sich durch Tunnel und das Bett der leeren Leitung, ein Weg, den nur der Aquarius kennt. Pompeji und Herculaneum ersticken; wer in den Kellern Schutz suchte, bleibt dort. Der Roman lässt dem Paar eine knappe Rettung, ohne die Stadt zu schonen. Ampliatus, der auf Wiederaufbau nach dem nächsten Beben spekuliert hat, begreift zu spät, dass es diesmal kein danach gibt. Das Wasser kehrt nicht. Der Berg hat die Rechnung der Leitung beendet.
Einordnung
Harris hat den Untergangsroman an die Infrastruktur gebunden: Wer das Wasser versteht, versteht die Stadt. Das Verfahren kennt man aus seinen politischen Büchern – Recherche, Zeittafel, ein Fachmann, der gegen Interessen anläuft –, hier ins erste Jahrhundert gestellt. Archäologen haben Details gelobt und dramatische Zuspitzungen nachgesehen. Die deutsche Taschenbuchausgabe von Christel Wiemken hält das Tempo; eine frühere Übersetzung von Wolfgang Müller begleitete die gebundene Ausgabe. Verfilmungspläne, zeitweise mit Roman Polanski, kamen nicht ins Ziel, was dem Buch die Bilder nicht genommen hat.
Wer nach 2003 über Pompeji als erzählte Stunde spricht, spricht hinter diesem Aquarius, nicht nur hinter den Gipsabgüssen. Neben den großen historischen Zeitromanen – etwa Ken Folletts Die Säulen der Erde – ist Pompeji kürzer, technischer, an vier Tage gebunden. Der Vesuv braucht keine Magie. Er braucht eine Leitung, die zuerst stirbt, und Menschen, die das für ein Verwaltungsproblem halten.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
