Peter Schlemihls wundersame Geschichte
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Peter Schlemihls wundersame Geschichte |
| Autor(en): | Adelbert von Chamisso |
| Originaltitel: | Peter Schlemihls wundersame Geschichte |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1814 |
| Schlagwörter: | Schatten, Pakt, Gold, Exil |
| Sachgebiete: | Erzählung |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 96 Seiten |
| ISBN: | 9783150000939 |
| Verweise | |
Peter Schlemihls wundersame Geschichte ist die 1814 erschienene Erzählung von Adelbert von Chamisso. Ein Mann verkauft seinen Schatten an einen grauen Unbekannten, wird reich und aus der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen. Chamisso, geboren als Franzose, geschrieben auf Deutsch, hat das Kunstmärchen zum Bericht eines Exils gemacht.
Inhalt
Peter Schlemihl kommt zu Fuß zu einer Gesellschaft im Park des reichen Thomas John. Ein schmaler Mann im grauen Rock erfüllt den Gästen Wünsche aus der Tasche – Fernrohr, Teppich, Zelt – und bietet Schlemihl den Tausch: den Schatten gegen ein Glückssäckel, das nie leer wird. Schlemihl willigt ein. Das Gold fließt; der Schatten bleibt beim Grauen. Sobald die Sonne scheint, merken die Leute die Lücke. Kinder schreien, Erwachsene weichen aus, die Liebe zu Mina zerbricht an dem, was man an ihm nicht sieht.
Der Diener Bendel hält zu ihm, der andere, Rascal, betrügt ihn. Der graue Mann kommt wieder und bietet den Schatten zurück – gegen die Seele. Schlemihl weigert sich. Er wirft das Säckel in den Abgrund, bleibt ohne Gold und ohne Schatten, kauft sich ein Paar Siebenmeilenstiefel und durchmisst die Erde. Die Strafe wird zur Wissenschaft: Er sammelt Pflanzen, misst, beschreibt, wird Naturforscher, weil ihm die Gesellschaft verschlossen ist. Die Erzählung ist als Brief an Chamisso selbst gerichtet; Schlemihl spricht den Verfasser an, als wäre der Schattenlose der wahre Autor.
Das Ende ist keine Erlösung und kein Untergang. Schlemihl lebt einsam, arbeitet, meidet die Sonne der Städte. Der Teufel hat die Seele nicht bekommen; die Menschen haben den Mann ohne Schatten trotzdem nicht zurückgenommen. Chamisso, der nach der Veröffentlichung die Welt umsegelte, hat der Figur die eigene Auskunft gegeben: Wer nirgendwo ganz hingehört, kann die Welt vermessen. Der Schatten war nie die Seele, er war das, was die anderen an einem sehen.
Einordnung
Chamisso hat den Teufelspakt bürgerlich gemacht: nicht die Seele, der Schatten, das Ansehen. Gegen Faust steht ein Handel, der das Heil nicht kostet und das Leben in der Gesellschaft trotzdem zerstört. Neben Tiecks Der blonde Eckbert gehört die Erzählung zu den Kunstmärchen, in denen das Wunder die Herkunft aufdeckt – hier die des Heimatlosen, nicht die des Inzests. Wer nach Chamisso über den Mann spricht, dem etwas Unsichtbares fehlt, spricht hinter diesem Band; wer nur den Spaß am Grauen Mann nimmt, unterschlägt die Siebenmeilenstiefel und die Botanik.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
