Peer Gynt

Henrik Ibsen · 1867 · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: Peer Gynt
Autor(en): Henrik Ibsen
Originaltitel: Peer Gynt
Originalsprache: norwegisch
Erstveröffentlichung: 1867
Schlagwörter: Selbst, Wanderung, Trolle, Solveig
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam


Umfang dieser Ausgabe: 200 Seiten
ISBN: 9783150023099
Verweise


Peer Gynt ist das dramatische Gedicht von Henrik Ibsen, 1867 erschienen, als Buch fürs Lesen geschrieben und erst später mit der Musik Edvard Griegs zur großen Bühnenfahrt geworden. Ein norwegischer Aufschneider geht in die Welt, um er selbst zu sein, und findet am Ende, dass er es nie war.

Inhalt

Peer Gynt lügt der Mutter Åse die Hirsche zusammen, raubt die Braut einer Hochzeit und flieht in die Berge. Bei den Trollen wird ihm die Losung des Dovre-Alten entgegengehalten: nicht du selbst, sondern dir selbst genug. Peer nimmt die Lehre mit, ohne die Trollhaut zu behalten, und macht aus ihr eine Lebensform. Er verlässt Solveig, die ihm in die Hütte folgt und dort wartet, und zieht fort, als sei Warten die Sache der anderen. Ibsen mischt Märchen, Bauerngroteske und den Satz, der das Stück trägt: Wer immer ausweicht, bleibt rund wie eine Zwiebel und hat keinen Kern.

Die mittleren Bilder führen ihn durch Reichtum, Lüge und Schaustellerei. In Marokko spielt er den Propheten, in Ägypten den Ausleger, überall den Mann, der dazugehört, indem er sich anpasst. Der Knopfgießer tritt ihm entgegen: Peer sei nicht schlecht genug für die Hölle und nicht er selbst genug für den Himmel; er solle eingeschmolzen werden wie ein Knopf ohne Öse. Die Begegnung ist komisch und unerbittlich. Peer sucht Zeugen seines Selbst und findet nur Rollen. Die Zwiebel, die er schält, hat Häute und nichts darunter. Ibsen gibt ihm keine Bekehrung in der Ferne; er gibt ihm die Heimkehr als letzte Ausflucht.

Åse stirbt, während Peer ihr das Himmelreich vorspielt – eine der zärtlichsten Szenen, die er geschrieben hat, und eine Lüge, die diesmal tröstet. Solveig ist alt geworden und singt noch. Peer legt den Kopf in ihren Schoß und fragt, wo er gewesen sei, all die Zeit. In deinem Glauben, in deiner Hoffnung, in deiner Liebe, antwortet sie. Der Knopfgießer wartet hinter der Hütte; das Stück schließt nicht mit der Erlösung, sondern mit dem Aufschub. Ob Peer gerettet ist, bleibt Solveigs Satz; ob er ein Selbst hatte, bleibt offen.

Einordnung

Vor den Stubenstücken hat Ibsen das Weltgedicht geschrieben, in dem Norwegen Märchen und Anklage zugleich ist. Peer Gynt steht neben Hamlet als Stück über das Selbst, das sich nicht entscheiden will – mit dem Unterschied, dass Hamlet denkt und Peer davonläuft. Die Trolle haben der europäischen Moderne die Formel gegeben, die später jeder Anpasser kennt. Wer nur Griegs Morgenstimmung hört, hat die Bergszene zur Ansichtskarte gemacht. Das Gedicht ist langer Atem und grober Witz; die späteren Gesellschaftsstücke sind die Probe auf denselben Kern, nur ohne Troll.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.