Parthergeschichte
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Parthergeschichte |
| Autor(en): | Asinius Quadratus |
| Originaltitel: | Parthika |
| Originalsprache: | griechisch |
| Erstveröffentlichung: | 240 |
| Schlagwörter: | Parther, Rom, Krieg, Fragment |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Ferdinand Schöningh |
| Serie: | Kleine und fragmentarische Historiker der Spätantike |
| Umfang dieser Ausgabe: | 248 Seiten |
| ISBN: | 9783506784902 |
| Rezensionen | |
Parthika (griechisch die Parthergeschichte) ist das in mindestens neun Büchern verfasste Geschichtswerk des römischen Historikers Asinius Quadratus über die Kriege Roms gegen die Parther. Es entstand im dritten Jahrhundert, wahrscheinlich unter dem Eindruck neuer Kämpfe am Ostufer, und ist bis auf knappe Zitate verloren. Denselben Titel führten auch andere Autoren: Apollodoros von Artemita, Arrian und, unsicher, Schriftsteller des Partherkriegs des Lucius Verus, über die Lukian spottet. Die deutsche Ausgabe der Fragmente bei Schöningh, in dem Band Historiker der Reichskrise des 3. Jahrhunderts, macht das Wenige lesbar. Quadratus schrieb griechisch, im ionischen Ton, und konkurrierte mit der großen römischen Geschichte des älteren Zeitgenossen Cassius Dio.
Inhalt
Quadratus schreibt gegen das Schweigen und gegen die bloße Siegesmeldung. Eine Parthergeschichte sollte Orte, Völker und Feldzüge des Ostens festhalten, nicht nur das Jahr des Triumphs. Gesichert ist, dass er den Partherkrieg des Lucius Verus behandelte; vielleicht reichte die Erzählung bis zum Perserkrieg des Severus Alexander im Jahr 233. Manche nehmen an, er habe an Arrians ebenfalls nur bruchstückhaft erhaltene Parthika angeschlossen. Die erhaltenen Stücke stehen vor allem bei Stephanos von Byzanz und nennen Namen von Städten und Völkern im römischen Orient, darunter armenische Landschaften. Sie erlauben keinen durchgehenden Bericht. Behandelter Zeitraum und Aufbau bleiben Vermutung. Das ist der Preis der Überlieferung: ein Lexikon hat gerettet, was ein Historiker an Geographie brauchte, nicht was ein Leser an Handlung brauchte.
Die Behauptung des Werks lässt sich nur aus Nachbarschaft rekonstruieren. Quadratus verfasste außerdem eine Tausendjahrgeschichte Roms, die Chilieteris, in fünfzehn Büchern, wahrscheinlich bis zu den Säkularfeiern des Jahres 248. In den Parthika verdichtet sich der Blick auf die Ostgrenze, ethnographisch und militärisch. Die Taten der Feldherren, die Wege durch Mesopotamien, die Namen der Arsakiden und ihrer Nachfolger: davon bleibt ein Geröll von Ortsnamen. Euagrios kennt den Titel; die Historia Augusta spielt auf solche Schriftsteller an. Außer Stephanos zeigt keine Quelle nähere Vertrautheit. Im zehnten Jahrhundert, als die Suda den Autor verzeichnete, war das Werk vermutlich schon untergegangen. Die Forschung hat die Zitate den Parthika oder der Tausendjahrgeschichte zugeordnet, nicht immer einig.
Unsicher wird jedes Urteil, wo das Fragment zur Theorie wird. Ob Quadratus vom Krieg Gordians gegen die Sassaniden zur Abfassung getrieben wurde, bleibt Spekulation. Ob eine dritte Schrift, die Germanika, existierte, hängt an einer Stelle des Agathias, die auch ein Kapitel der Reichsgeschichte sein kann. Gegner einer Rekonstruktion sagen, man solle die Lemmata nicht zu einer verlorenen Thukydides-Imitation aufblasen. Freunde sagen, ohne solche Parthergeschichten bleibe der Osten der Reichskrise stumm. Der Ton, soweit er durchscheint, ist der eines Senators, der Griechisch schreibt, um neben Herodot und gegen Dio zu stehen. Maß und Verlust fallen zusammen: neun Bücher, ein Wörterbuch.
Einordnung
Die Parthika gehören zur griechischen Historiographie Roms im dritten Jahrhundert, neben Dexippos und den verlorenen Zeitgeschichten, von denen Pawel Janiszewski als fehlendes Verbindungsglied gesprochen hat. Sie stehen in der Reihe der Partherbücher, die von Apollodor von Artemita über Arrian zu Quadratus führt, und neben den lateinischen Berichten, die oft nur den Kaiser kennen. Josef Wiesehöfer und Sabine Müller haben den Titel 2017 als Sammelbegriff für griechische und römische Blicke auf das Arsakidenreich wiederbelebt.
Geblieben sind Ortsnamen und die Gewissheit, dass Rom seine Ostkriege nicht nur in Triumphbögen, sondern in Büchern erzählte, die später niemand mehr abschrieb. Die Schöningh-Ausgabe setzt Quadratus neben die anderen Historiker der Reichskrise. Wer nach den Partherkriegen des zweiten und dritten Jahrhunderts fragt, muss durch diese Brüche. Das Maß der Parthika ist das Maß dessen, was Stephanos für erwähnenswert hielt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
