Autor:Asinius Quadratus
Asinius Quadratus (3. Jahrhundert), griechisch schreibender römischer Geschichtsschreiber der Reichskrise, ist der Name, unter dem eine verlorene Parthergeschichte und eine Tausendjahrgeschichte Roms zitiert werden. Gesichert ist der Autor als Stimme, nicht als Lebenslauf: Geburt, Ämter und Tod bleiben Vermutung.
Leben
Über die Person ist fast nichts Verlässliches überliefert. Wahrscheinlich stammte er aus einer italischen Senatorenfamilie; ob er mit einem Prokonsul von Achaia oder einem Konsular gleichen Namens zusammenfällt, ist streitig. Der Umweg, der das Werk erklärt, ist die Sprache: er schrieb ionisches Griechisch nach Herodot, während der ältere Zeitgenosse Cassius Dio attizistisch und in der Nähe des Thukydides blieb. Die Tausendjahrgeschichte, die Chilieteris, sollte wohl bis zu den Säkularfeiern des Jahres 248 reichen. Wo er starb, weiß niemand.
Wirkung
Quadratus hat den Osten Roms in Büchern festgehalten, die später niemand mehr abschrieb. Die Parthika in mindestens neun Büchern und die Reichsgeschichte in fünfzehn gehörten zur griechischen Historiographie neben Dexippos und den verlorenen Zeitgeschichten; sie konkurrierten mit Dios Monumentalwerk und schlossen, soweit sich das sagen lässt, an die Partherbücher Arrians an. Geblieben sind Ortsnamen bei Stephanos von Byzanz, Erwähnungen in der Historia Augusta, bei Zosimos, Agathias und Euagrios. Das ist keine kleine Nachwirkung, es ist der Rest.
Die Alte Geschichte hat ihn als fehlendes Verbindungsglied des dritten Jahrhunderts gelesen und die Fragmente den beiden Werken nicht immer einig zugeordnet. Wer aus den Lemmata eine zweite Thukydides-Imitation baut, überfordert das Geröll. Wer die Partherkriege nur aus Triumphbögen und Kaiserviten kennt, unterschlägt, dass Rom sie auch erzählte – auf Griechisch, im ionischen Ton, in Büchern, deren Maß das Wörterbuch bestimmte. Der Name steht hier, weil das Wenige eine Ostgrenze bezeugt, die sonst verstummt.
Werke
- Parthergeschichte (240)
In Auswahl außerdem: Chilieteris.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.