Othello

William Shakespeare · 1604 · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: Othello
Autor(en): William Shakespeare
Originaltitel: The Tragoedy of Othello, The Moore of Venice
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1604
Schlagwörter: Eifersucht, Jago, Venedig, Taschentuch
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam


Umfang dieser Ausgabe: 149 Seiten
ISBN: 9783150000212
Verweise


Othello ist die 1604 am Hof belegte Tragödie von William Shakespeare. Der venezianische Feldherr, ein Mohr in Diensten der Republik, liebt Desdemona und erstickt sie, weil Jago ihm die Treue ausredet. Das Stück ist die Eifersucht als Handwerk.

Inhalt

Othello hat Desdemona heimlich geheiratet. Ihr Vater Brabantio klagt vor dem Rat, sie sei bezaubert worden; sie widerspricht, sie habe die Erzählung seiner Kriege geliebt und dann den Mann. Der Rat schickt Othello nach Zypern gegen die Türken; die Flotte des Feindes zerstreut der Sturm. Jago, übergangen, als Cassio Leutnant wurde, setzt die Rache in Gang, ohne dass ein großer Plan sie adelt: Er hasst, weil er übergangen wurde, weil Gerüchte über das eigene Bett umlaufen, weil Othello schwarz ist und geliebt wird. Die Motive häufen sich und erklären den Hass nicht ganz. Jago bleibt der, der das Vertrauen des anderen braucht, um es zu zerlegen.

Auf Zypern säuft Cassio sich auf Jagos Rat die Würde weg und verliert den Rang. Jago rät ihm, Desdemona um Fürsprache zu bitten, und sagt Othello zugleich, diese Fürsprache sei das Zeichen des Ehebruchs. Das Taschentuch, das Othello Desdemona gab, gelangt über Emilia zu Cassio. Ein Ding genügt, wo der Zweifel einmal sitzt. Othello, der vor dem Rat noch die eigene Würde sprach, verlangt Beweise und nimmt Indizien. Er kniet mit Jago, schwört Rache, nennt Desdemona Hure, schlägt sie vor Gesandten. Die Tragödie ist nicht, dass ein Schwacher getäuscht wird; es ist, dass ein Mann von Haltung die Täuschung zum Amt macht und die Frau zum Fall.

Er erstickt Desdemona im Bett, die beteuert und nicht versteht. Emilia durchschaut den Mann, sagt die Wahrheit, stirbt durch Jagos Hand. Othello begreift, zu spät, bittet, man möge ihn so erzählen, wie er war, und tötet sich. Cassio übernimmt das Kommando; Jago wird zur Folter geführt und schweigt. Das Stück gibt dem Schweigen das letzte Recht: Jago erklärt sich nicht. Venedig hat den Mohr gebraucht, um Zypern zu halten, und ihn nicht gehalten, als die Rede ihn zum Wilden machte. Desdemona stirbt an einem Taschentuch und an einem Ohr, das hören wollte, was es fürchtete.

Einordnung

Shakespeare hat die Eifersuchtstragödie so gebaut, dass der Bösewicht klüger redet als der Held. Neben Hamlet, der zweifelt, und Macbeth, der handelt, steht Othello als der, der glaubt – den Falschen. Die Bühne hat den Mohr lange als Rolle der Fremdheit ausgestellt, oft mit dem Rassismus, den das Stück benennt und den Jago benutzt. Wer nur das Opfer der Intrige sieht, unterschlägt, dass Othello die Kissen selbst auflegt. Wer nur den edlen Wilden sieht, unterschlägt Venedig, das ihn draußen lässt, sobald der Krieg vorbei ist. Der Kaufmann von Venedig handelt denselben Staat; hier ist der Fremde der Feldherr, dort der Gläubiger. Beide Stücke halten die Republik nicht rein.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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