Macbeth

William Shakespeare · 1606 · Drama


Das Werk
Deutscher Titel: Macbeth
Autor(en): William Shakespeare
Originaltitel: The Tragedie of Macbeth
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1606
Schlagwörter: Hexen, Königsmord, Schlaf, Schottland
Sachgebiete: Drama
Greifbare Ausgabe
Verlag: Reclam


Umfang dieser Ausgabe: 112 Seiten
ISBN: 9783150000175
Verweise


Macbeth ist die um 1606 entstandene Tragödie von William Shakespeare, das kürzeste der großen Trauerspiele. Drei Hexen weissagen einem Feldherrn die Krone; er nimmt sie sich und verliert den Schlaf. Das Stück ist der Thronraub als Krankheit.

Inhalt

Nach der Schlacht treffen Macbeth und Banquo die drei Hexen auf der Heide. Sie grüßen Macbeth als Thane von Glamis, von Cawdor und als künftigen König; Banquos Söhne sollen Könige sein, er selbst nicht. Das erste trifft sogleich ein: Cawdors Titel wird ihm übertragen. Der Rest braucht eine Tat. Lady Macbeth liest den Brief, ruft die Geister, die das Weibliche aus ihr nehmen sollen, und treibt den Mann, der noch Gewissen hat – Milch der Menschenliebe, wie sie höhnt – in das Gastzimmer König Duncans. Der Mord geschieht im Haus, das den Gast schützen sollte. Macbeth hört die Stimme: Schlaf nie mehr. Der Schlaf, der den Tag zunichte macht und den Tag wiederherstellt, bleibt ihm fortan versagt. Die Hände werden nicht rein.

Um den Thron zu halten, muss er weiter töten. Banquo fällt den Mördern, sein Sohn Fleance entkommt; bei Tafel sitzt Banquos Geist auf Macbeths Platz. Macduffs Schloss in Fife wird ausgerottet, Frau und Kinder, weil Macduff nach England gegangen ist. Die Hexen geben auf Nachfrage dreifachen Trost: hüte dich vor Macduff; keiner, von einer Frau geboren, kann dir schaden; du bist sicher, bis der Wald von Birnam gegen dich läuft. Macbeth hört Unverwundbarkeit, nicht den Hohn der Worte. Lady Macbeth, die den ersten Mord kälter wollte als er, wandelt nachts, reibt die Hände und kann den Fleck nicht abwaschen. Sie stirbt im Haus, während draußen das Heer kommt. Macbeth erhält die Nachricht und spricht das Nichts: Morgen und wieder Morgen, eine kurze Kerze, ein Narr, der auf der Bühne steht.

Birnam kommt, weil die Soldaten Zweige tragen. Macduff war nicht geboren, er war dem Mutterleib geschnitten. Das Wort der Hexen war wahr und war Falle. Macbeth fällt im Zweikampf; Malcolm, Duncans Sohn, nimmt die Krone. Das Stück hat keine Hinterbühne der Reue, die rettet. Der Thronraub erzeugt die nächste Tat, der Schlaf bleibt aus, die Hexen haben nichts befohlen, nur genannt, was der Ehrgeiz hören wollte. Schottland wird unter Macbeth zur Nacht, in der man nicht mehr weiß, wer noch totzuschlagen ist, damit man selbst liegen kann.

Einordnung

Shakespeare hat den Königsmord in die kürzeste der großen Tragödien gepresst: Hexen, Schlaf, die Frau, die treibt, der Mann, der nicht mehr aufhört. Neben Hamlet, der zögert, und König Lear, der teilt, steht Macbeth als der, der handelt und darum nicht schläft. Richard III. genießt die Krone als Rolle; Macbeth genießt sie nicht. Die Deutschen haben das Stück neben Faust zum Drama des Übergriffs gemacht, oft mit mehr Metaphysik, als die Heide hergibt. Die Hexen sind nicht der Teufel des Volksbuchs; sie sind der Satz, der wahr wird, weil man ihm nachhilft. Warten auf Godot lässt die Rettung ausbleiben; hier kommt die Krone und ist die Strafe.

Ideen

Dieses Buch hängt an diesen Zetteln.

Hybris (Randbezug)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.