Ernest Renan (1823–1892), in Tréguier in der Bretagne geboren, hat die Nation als tägliche Abstimmung gedacht, nicht als Blut. Was ist eine Nation? von 1882 ist die Vorlesung, in der das 19. Jahrhundert sich selbst eine nüchterne Definition gab – und die Herkunft trotzdem nicht loswurde.
Leben
Priesterseminar, der Bruch mit der Kirche, die semitische Philologie, das Leben Jesu, das 1863 einen Skandal machte, weil es den Gottmenschen zum Menschen machte. Der Umweg ist das Seminar: Wer den Glauben historisch liest, liest später auch das Volk historisch. Collège de France, die Akademie, der öffentliche Weise der Dritten Republik. Er starb in Paris.
Wirkung
Renan hat der Nation das Blut entzogen und das Gedächtnis gelassen: vergessen können, gemeinsam gelitten haben, jeden Tag zustimmen. Gegen Fichtes Ursprache setzt er die Wahl. Die Vorlesung wurde zum Schultext der französischen Republik und zum Gegentext jeder Rassenlehre – und blieb blind für das Kolonialreich, das dieselbe Republik verwaltete.
Wer ihn nur als Liberalen rettet, unterschlägt den Orientalisten, der Semiten und Arier noch als Sprachenfamilien mit Charakter las. Wer ihn nur als Rassisten entsorgt, unterschlägt die Abstimmung, die den Kult der Abstammung bricht. Die Nation als Wille ist seine Hinterlassenschaft.
Werke
- Was ist eine Nation? (1882)
In Auswahl außerdem: Das Leben Jesu, Die Zukunft der Wissenschaft.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
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