Naokos Lächeln
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Naokos Lächeln |
| Autor(en): | Haruki Murakami |
| Originaltitel: | ノルウェイの森 |
| Originalsprache: | japanisch |
| Erstveröffentlichung: | 1987 |
| Schlagwörter: | Tokio, Trauer, Student, 1960er |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | DuMont
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| Umfang dieser Ausgabe: | 400 Seiten |
| ISBN: | 9783832154547 |
| Verweise | |
Naokos Lächeln ist der 1987 erschienene Roman von Haruki Murakami, im Original nach einem Lied der Beatles benannt, das im Deutschen nicht zum Titel wurde. Toru Watanabe erinnert sich aus einem Flugplatz heraus an das Ende der sechziger Jahre in Tokio: an Naoko, die Freundin des toten Kumpels Kizuki, an Midori, die lebendige Kommilitonin, an ein Sanatorium im Gebirge, in dem die Trauer wohnt. Die deutsche Übersetzung von Ursula Gräfe erschien bei DuMont. Murakami hat später Katzen und Brunnen ins Phantastische getrieben; hier bleibt er bei der ebenen Trauer eines Studenten, der nicht weiß, wem er gehören soll.
Inhalt
Kizuki tötet sich mit siebzehn, Toru und Naoko bleiben als die zwei, die übrig sind, und das verbindet sie, ohne sie zu tragen. In Tokio studiert Toru, wohnt in einem Männerheim, hört Platten, lässt sich treiben. Naoko spricht von Brunnen, in die man fällt, und zieht sich in eine therapeutische Siedlung in den Bergen zurück, wo die ältere Reiko Gitarre spielt und die Regeln einer sanften Anstalt gelten. Toru besucht, schläft, verspricht, wartet. Midori, deren Vater stirbt, reißt ihn ins Lebendige: Küche, Demonstrationen am Rand, der Wunsch, dass jemand da ist. Murakami stellt die zwei Frauen nicht als Wahl zwischen krank und gesund. Naokos Zerbrechen hat Gründe, die der Roman nicht auflöst; Midoris Vitalität hat den sterbenden Vater.
Die Studentenunruhen sind Kulisse, nicht Thema. Toru geht nicht zur Barrikade; er geht zum Briefkasten. Reiko erzählt ihre eigene zerstörte Ehe, als wäre das die Lehre, die Naoko nicht mehr erreichen kann. Naoko stirbt. Der Brief kommt danach. Toru wandert, trinkt, ruft am Ende Midori aus einem Telefonhäuschen an und weiß nicht, wo er ist. Das Lächeln des deutschen Titels ist das, was bleibt, wenn die Person fort ist: eine Erinnerung, die das Gesicht festhält und das Leben nicht erklärt.
Murakami schreibt in schlichten Sätzen, mit Küchenarbeit, Bett, Busfahrt. Das Phantastische seiner anderen Bücher fehlt fast; die Brunnen sind Metaphern, die Naoko ernst nimmt. Wer nur die Liebesgeschichte sucht, unterschlägt Reiko. Wer nur die sechziger Jahre als Generationenroman sucht, unterschlägt, dass Toru sich gerade weigert, Generation zu sein. Der englische Originaltitel bleibt im Feld OT; im Deutschen heißt das Buch nach Naoko, weil das Lied hier nicht trägt und das Mädchen der Grund ist.
Einordnung
Vor Kafka am Strand steht dieses Buch als das nüchternste Murakamis, das den Weltruhm in Japan selbst gemacht hat – Millionen Exemplare, eine Generation, die sich in Toru erkannte. Die Nachwelt hat ihn zum Lieferanten rätselhafter Stoffe gemacht; Naokos Lächeln widerspricht, weil es fast ohne Rätsel auskommt. Wer nach ihm über Trauer, Tokio und das Ende der sechziger Jahre spricht, spricht hinter Naoko und Midori. Tran Anh Hung hat 2010 verfilmt; die Prosa bleibt genauer im Heim und im Sanatorium.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
