Mio, mein Mio

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Mio, mein Mio
Autor(en): Astrid Lindgren
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Oetinger
Serie:
Erscheinungsjahr: 1954
Seitenanzahl: 192 Seiten
Originaltitel: Mio, min Mio
Originalsprache: schwedisch
ISBN-10: 3841503284
ISBN-13/

EAN-Code:

9783841503282
Schlagwörter: Waise, König, Finsternis, Freundschaft
Sachgebiete: Kinderbuch
Rezensionen
Umschlag

Mio, mein Mio ist das Kinderbuch von Astrid Lindgren, 1954 in Schweden als Mio, min Mio erschienen, deutsch bei Oetinger in der Übersetzung von Karl Kurt Peters, mit Bildern von Ilon Wikland. Ein Stockholmer Pflegekind findet einen goldenen Apfel, fliegt ins Land der Ferne und wird dort der Sohn des Königs, der ihn Mio nennt. Lindgren hat nach Pippi ein dunkleres Märchen geschrieben, voller Wiederholungen, Angst und einem Ritter mit steinernem Herzen. 1956 erhielt der Band den Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Geschichte geht auf eine Trauer auf einer Parkbank zurück und auf ein Märchen, das Lindgren als Kind in einer Arbeiterküche gehört hatte.

Inhalt

Bo Wilhelm Olsson, genannt Bosse, ist neun und lebt in Stockholm bei Pflegeeltern, die ihn zum Einkaufen schicken und wenig lieben. Die Mutter starb bei der Geburt; vom Vater weiß niemand. Ein Obstladen gibt ihm einen Apfel und eine Karte für den Briefkasten: Jemand sei auf dem Weg, das Zeichen in der Hand, den goldenen Apfel. Der Apfel wird Gold. Im Tegnérpark öffnet Bosse eine Flasche; ein Geist aus dem Land der Ferne fragt nach einem Wunsch. Bosse will mit. Der Geist erkennt das Zeichen und trägt ihn an den Sternen vorbei auf eine grüne Insel.

Am Strand wartet der König, Mios Vater, und nennt ihn beim Namen, den die Wiederholung des Buches trägt: Mio, mein Mio. Der Freund Jum-Jum, das Ebenbild von Bosses Schulkameraden Benka, wird sein Bruder im Geiste. Das Land der Ferne ist hell, der Garten singt, die Liebe des Vaters ist ohne Vorbehalt. Daneben liegt das Land Außerhalb, wo Ritter Kato mit dem steinernen Herzen Kinder raubt und in Vögel verwandelt. Mio, der lieber im Garten bliebe, muss gehen. Jum-Jum begleitet ihn. Sie haben Angst, große, große Angst, wie der Text nicht aufhört zu sagen.

Die Reise durch die Finsternis, zu Katos Burg, ist eine Folge von Prüfungen, Helfern und Liedern. Mio tötet Kato nicht aus Ruhm: Er muss das steinerne Herz treffen, damit die Gefangenen frei werden und das Land aufatmet. Danach ist er Prinz und Sohn, nicht mehr Bosse aus der Upplandsgatan. Ob das Märchen eine Flucht des ungeliebten Kindes ist oder eine zweite Wirklichkeit, lässt Lindgren in der Schwebe. Der Vater, der König, sagt den Namen so oft, bis er eine Formel gegen das Verlassensein geworden ist. Jum-Jum bleibt, wenn der Geist und der Garten nicht mehr tragen: Freundschaft ist in diesem Märchen die zweite Heimkehr. Kato fällt, weil ein Kind den Namen des Vaters ernst nimmt.

Einordnung

Lindgren hat den Märchenton – archaisch, evangeliennah, wie schwedische Kritiker 1954 schrieben – mit der Genauigkeit einer Stockholmer Kindheit verbunden: Hausnummer, Parkbank, lieblose Pflege. Gegen Ronja Räubertochter ist die Welt hier gespalten in Paradies und Finsternis, nicht in Wald und Burg der Väter. Gegen die Brüder Löwenherz, die später kommen, ist der Tod noch nicht das andere Reich, sondern Kato. Die Verfilmung von 1987 mit Nicholas Pickard, Christian Bale und Christopher Lee als Kato hat Bilder gefunden, die Wiklands Schwarzweiß nicht ersetzen.

Die Wiederholungen sind das Wiegenlied und die Angst zugleich, nicht Schmuck. Lindgren stellte sich den einsamen Jungen auf der Bank als Bosse vor und gab ihm einen Vater, der wartet. Das bleibt ihr strengstes Geschenk an ungeliebte Kinder, strenger als Pippi. Hier lacht niemand die Erwachsenen aus; es braucht ein Schwert, um nach Hause zu kommen, in ein Haus, das es in Stockholm nicht gab.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.