Meine geniale Freundin
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Meine geniale Freundin |
| Autor(en): | Elena Ferrante |
| Originaltitel: | L'amica geniale |
| Originalsprache: | italienisch |
| Erstveröffentlichung: | 2011 |
| Schlagwörter: | Neapel, Freundschaft, Klasse, Schule |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Suhrkamp
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| Umfang dieser Ausgabe: | 400 Seiten |
| ISBN: | 9783518469309 |
| Verweise | |
Meine geniale Freundin ist der erste Band der neapolitanischen Tetralogie von Elena Ferrante, 2011 in Rom erschienen. Elena Greco erzählt die Freundschaft mit Lila Cerullo vom Stadtviertel der fünfziger Jahre bis zur Hochzeit, die keine Lösung ist. Der Deckname der Verfasserin hat das Buch nicht kleiner gemacht; die vier Bände sind eine öffentliche Sache geworden, ohne dass ein Gesicht dazugehörte. Suhrkamp hat die deutsche Adresse gehalten.
Inhalt
Im Rione, einem armen Viertel Neapels, wachsen Elena und Lila auf. Familien befehden sich, das Silvesterfeuerwerk wird zur Schießerei, die Sprache ist derb, die Schule eine Leiter, die nicht für alle steht. Lila lernt schneller, rechnet im Kopf, schreibt eine Geschichte, die Elena bewundert und verliert. Der Vater holt Lila aus der Schule in die Schusterei; Elena darf weiterlernen, mit dem Verdacht, das Leben zu führen, das der Freundin zustünde. Die Genialität ist Lilas; das Erzählen wird Elenas.
Die Jungen des Viertels – Nino, die Solaras, Enzo, Stefano – sind Gefahr und Versprechen. Lila durchschaut das Geld der Camorra früher als Elena die Bücher. Sie entwirft einen Schuh, der modern sein soll, und gerät an Stefano, den Sohn des Gemüsehändlers, der sie heiraten will und die Solaras nicht loswird. Elena besteht die Prüfungen, schämt sich der Herkunft, liest, als wäre Bildung ein Fluchtweg, und bleibt an Lila gebunden, die sie beschämt und festhält. Die Freundschaft ist Wettkampf, Treue, Neid.
Der erste Band schließt mit Lilas Hochzeit. Das Fest ist prächtig und falsch; Elena sieht den Riss, bevor er öffentlich wird. Lila hat einen Namen gewählt und einen Namen verloren. Elena geht, um zu studieren, und erzählt, weil Lila später verschwindet – der Rahmen der Tetralogie, der hier erst ansetzt. Wer nur Kindheit sucht, findet schon die Gewalt der Männer und des Geldes. Wer nur das Viertel als Folklore nimmt, hat den Schuh und die Lateinprüfung nicht gesehen.
Einordnung
Ferrante hat Freundschaft als sozialen Kampf erzählt, schärfer als die Familienromane, die nur Herkunft kennen. Was Natalia Ginzburg in Familienlexikon als Sprüche einer Familie schrieb, wird hier zu Jahrzehnten zweier Frauen, die einander nicht loswerden. Die Fernsehserie hat Gesichter geliefert; die Prosa ist derber und enger am Satz der Schule und der Gasse.
Man hat die Anonymität zum Verkaufsreiz erklärt. Das Buch braucht sie nicht. Wer nur Lila als geniale Wilde sucht, unterschlägt Elena, ohne deren Stimme Lila nicht vorkäme. Wer nur den Aufstieg sucht, unterschlägt, dass der Aufstieg die Freundin hinterlässt. Drei Bände folgen: neue Namen, getrennte Wege, das verlorene Kind. Dieser erste bleibt die Ouvertüre, in der das Viertel noch die ganze Welt ist.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
