Autor:Natalia Ginzburg

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Natalia Ginzburg (1916–1991), in Palermo geboren und in Turin aufgewachsen, hat der italienischen Nachkriegsprosa die Familie als Sprache gegeben. Familienlexikon erzählt in den Sprüchen des Vaters und der Mutter eine jüdisch-piemontesische Herkunft, den Faschismus und den Tod, ohne das Entsetzen zu erhöhen.

Leben

Turin, die Familie Levi, 1938 die Heirat mit dem Slawisten Leone Ginzburg, der 1944 in einem römischen Gefängnis von deutschen Soldaten ermordet wurde. Der Umweg war dieses Weitersprechen: Ginzburg schrieb nach dem Verlust in dem Ton, in dem zu Hause gesprochen worden war, als wäre Untertreibung die einzige Ehrlichkeit. Fast lebenslang Lektorat bei Einaudi, vier Kinder, ab 1952 Rom, ab 1983 unabhängige Abgeordnete. Sie starb in Rom.

Wirkung

Ginzburg hat die Autobiographie so erzählt, dass sie Roman bleibt. Die Wendungen einer Familie sind das Gerüst, nicht die Jahre; wer die Sätze nicht kennt, versteht die Leute nicht, wer nur die Sätze kennt, hat die Toten nicht. Der Premio Strega von 1963 machte Familienlexikon zum Hauptwerk. Pavese, Einaudi, die Olivettis erscheinen als Hausfreundschaft, nicht als Geschichtsstunde. Die Komik ist trocken und trägt das Entsetzen, ohne es auszustellen.

Die Nachwelt hat den Band oft als heiteres Familienbuch gelesen und die Härte überhört, mit der Besatzung und Partei in denselben Sprüchen stehen wie das Essen. Wagenbach hat die deutsche Adresse gehalten. Wer Ginzburg nur als Chronistin einer Küche liest, unterschlägt Leone. Wer sie nur als Zeugin des Faschismus liest, unterschlägt den Ton, der sich weigert, historisch zu tönen. Die schmale Form ist die Haltung.

Werke

In Auswahl außerdem: All unser Gestern, Die kleinen Tugenden.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.