Mein Land, unsere Erde
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Mein Land, unsere Erde |
| Autor(en): | Sebastião Salgado, Isabelle Francq |
| Originaltitel: | De ma terre à la Terre |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 2013 |
| Schlagwörter: | Arbeit, Migration, Erde, Fotografie |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Kunstgeschichte |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Nagel & Kimche
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| Umfang dieser Ausgabe: | 192 Seiten |
| ISBN: | 9783312011520 |
| Verweise | |
Mein Land, unsere Erde (französisch De ma terre à la Terre, englisch From My Land to the Planet) ist die 2014 auf Französisch erschienene Autobiographie von Sebastião Salgado, aufgezeichnet mit der Journalistin Isabelle Francq. Die deutsche Übersetzung von Sina de Malafosse kam 2019 bei Nagel & Kimche heraus. Salgado erzählt die großen Reportagen und den Weg vom Dokumentaristen menschlicher Arbeit zum ökologischen Aktivisten.
Inhalt
Salgado spricht, Francq ordnet. Brasilien, die Farm der Kindheit, das Ökonomiestudium, Paris, die Entscheidung gegen die Laufbahn und für die Kamera: das Buch ist Gespräch, nicht Memoiren im engen Sinn. Salgado erzählt die Serien, die seinen Namen gesetzt haben – die Arbeiter der Erde, die Flüchtlinge, die Wanderungen, später Genesis, das Porträt noch unberührter Landschaften – und die Überzeugung, dass das Bild Würde zurückgeben kann, wo die Welt sie genommen hat. Schwarzweiß ist hier nicht Stil der Kunst, sondern Ernst der Anklage, der am Ende in den Ernst der Schöpfung umschlägt.
Der Wendepunkt ist die Erschöpfung und die Rückkehr auf das Land, das die Familie in Brasilien wiederbewaldet: Instituto Terra. Gegen McCullins Zweifel setzt Salgado die Würde, die er den Abgebildeten schuldet, und riskiert den Vorwurf, Elend schön zu machen. Die Schönheit ist Programm und Problem. Wer Salgados Silbergelatine sieht, sieht oft zuerst das Erhabene, dann den Hunger. Salgado behauptet, beides gehöre zusammen: ohne Schönheit keine Aufmerksamkeit, ohne Aufmerksamkeit keine Rettung. Francq hält den Ton eines Mannes fest, der Güte und Profession nicht trennt. Magnum, Amazonas Images, die langen Aufenthalte, die Ethik der Nähe: Werkstatt einer globalen Reportage, die den einzelnen Schauplatz zur Erde weitet.
Unsicher wird das Buch, wo das Gespräch die Härte der Bilder mildert und wo aus dem Dokumentaristen der Schöpfungstheologe wird, der die Zerstörung gezeigt hat und sie nun mit Bäumen heilen will. Kritik hat Ästhetisierung der Not genannt, lange vor diesem Band. Salgado antwortet mit der Vita. Wer nur die schönen Arbeiterkörper will, hat die Flucht nicht gelesen. Wer nur den Vorwurf der Schönheit will, unterschlägt den Ökonomen, der wusste, was er ablichtete, bevor er es erhaben machte.
Einordnung
2014 ist das Buch der globale Abschluss einer Reportagevita, deutsch 2019, im Jahr von Salgados Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Es steht in Die Macht des Blicks als der Band von Arbeit, Flucht und Erde und neben Adams’ Landschaft, die denselben Naturschutz ohne die Arbeiter denkt. Nachbarschaft hat es zu einer Debatte über dokumentarische Schönheit, die Salgado braucht, um den Streit zu führen. Wer nach diesem Band nur Magnum sagt, hat das Instituto Terra nicht gesehen, in das Salgado die Reportage zuletzt überführt hat.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Die Macht des Blicks (Lesepfad)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
