Leitfaden zur politischen Revolution
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Leitfaden zur politischen Revolution |
| Autor(en): | Bernie Sanders |
| Originaltitel: | Bernie Sanders Guide to Political Revolution |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2017 |
| Schlagwörter: | Jugend, Gerechtigkeit, Sozialismus, Amerika |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Henry Holt
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 240 Seiten |
| ISBN: | 9781250138903 |
| Verweise | |
Leitfaden zur politischen Revolution (englisch Bernie Sanders Guide to Political Revolution) ist das 2017 bei Henry Holt erschienene politische Jugendbuch des amerikanischen Senators Bernie Sanders. Es richtet sich vor allem an junge Leser und ist eine kürzere, mit Schaubildern versehene Fassung von Our Revolution aus dem Jahr 2016, das auf Deutsch als Unsere Revolution bei Ullstein vorliegt. Sanders fordert Jugendliche auf, für eine fortschrittliche Ordnung der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Gerechtigkeit und gegen Rassismus zu kämpfen, die Arbeit schafft, Löhne hebt, die Umwelt schützt und Gesundheitsversorgung für alle bietet. Das Buch stand auf der Liste der New York Times für gebundene Jugendbücher. Eine eigene deutsche Ausgabe dieses Leitfadens gibt es nicht.
Inhalt
Sanders schreibt gegen die Resignation, Politik sei Erwachsenensache, und gegen die Behauptung, junge Leute hätten 2016 nicht den Unterschied gemacht. Im Vorwort hält er fest, dass er in seiner Bewerbung um die Präsidentschaft mehr Stimmen junger Menschen erhielt als Donald Trump und Hillary Clinton zusammen, in fast allen Vorwahlen die überwältigende Mehrheit der Jugend, unabhängig von Herkunft. Der demokratische Sozialismus, den er aus seiner Erziehung und den ersten politischen Begegnungen herleitet, erscheint nicht als importierte Lehre, sondern als amerikanische Forderung nach Würde der Arbeit. Der Feind ist eine Ordnung, in der wenige das meiste besitzen, das Gesundheitswesen Ware ist, das Klima geopfert wird und Gefängnis und Schulden die Armen binden.
Die Behauptung entfaltet sich an Themen, die Schaubilder und Zeichnungen in lesbare Größenordnungen übersetzen: Einkommensungleichheit, Klimawandel, Gesundheitswesen, Reform der Strafverfolgung und der Gefängnisse, Schulden aus Studienkrediten. Jeder Abschnitt sagt, was schiefläuft, und was eine Mehrheit ändern könnte, wenn sie sich organisiert. Sanders erzählt knapp den eigenen Weg – Brooklyn, Vermont, der Eintritt in die amerikanische Politik –, ohne aus dem Leitfaden eine Autobiographie zu machen. Der Akzent liegt auf der Aufforderung: nicht zusehen, wählen, sich versammeln, eine Agenda durchsetzen, die Arbeit und Umwelt zusammen denkt. Die Sprache meidet Fachjargon; wo Zahlen nötig sind, stehen sie als Bild.
Unsicher wird das Buch, wo die Vereinfachung für Jugendliche die Widerstände der Institutionen unterschätzt. Gegner haben den demokratischen Sozialismus als Illusion oder als Gefahr bezeichnet; Freunde haben bemerkt, dass ein Leitfaden ohne Apparat der Macht die Revolution zur Haltung macht. Sanders weiß, dass er 2016 unterlegen ist, und beharrt darauf, dass die Jugend die Mehrheit war, die nicht zur gesamten Wahlbevölkerung wurde. Der Ton ist der des Wahlkämpfers, der Lehrer geworden ist, ernst und ermunternd, ohne die Satire der europäischen Streitbücher. Die Grenze, die er zieht – Gesundheitsversorgung für alle, keine Herrschaft der Vermögen –, ist ein Programm, keine Staatslehre.
Einordnung
Als Jugendbuch eines Präsidentschaftsbewerbers steht der Leitfaden in einer amerikanischen Reihe politischer Aufrufe an die nächste Generation, näher am Wahlmanifest als an der Theorie. Nachbarschaft hat er zu Unsere Revolution, das denselben Stoff für Erwachsene ausbreitet, und zu europäischen Streitbüchern über die soziale Frage, etwa Die Selbstgerechten, die eine andere Jugend und eine andere Linke meinen. Die deutsche Debatte kennt Sanders vor allem als Namen; dieses Buch hat sie kaum erreicht, weil es nicht übersetzt wurde.
Geblieben ist die Wette, dass Ungleichheit, Klima und Gesundheit zusammengehören und dass junge Wähler das wissen. Wer nach 2017 über demokratischen Sozialismus in den Vereinigten Staaten spricht, spricht hinter der Kampagne von 2016; der Leitfaden ist deren Schulausgabe, mit Bildern statt Fußnoten, und darin so begrenzt wie wirksam für das Publikum, das er suchte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
