Kuriose Welt in Zahlen

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Jürgen Brater · 2005 · Sachbuch, Essay
Das Werk
Deutscher Titel: Kuriose Welt in Zahlen
Autor(en): Jürgen Brater


Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 2005
Schlagwörter: Zahl, Kuriosum, Statistik, Alltag
Sachgebiete: Sachbuch, Essay
Greifbare Ausgabe
Verlag: Eichborn


Umfang dieser Ausgabe: 170 Seiten
ISBN: 9783821848884
Verweise

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Umschlag

Kuriose Welt in Zahlen ist das 2005 bei Eichborn erschienene Sachbuch von Jürgen Brater, mit Vignetten von Philip Waechter. Nach Körper, Sex und Sprichwort nimmt der Arzt die Ziffer als Kuriosum: der Körper enthalte Kohlenstoff für neuntausend Bleistifte; italienische Männer weinten fast dreimal im Monat; ein Taschenrechner leiste das Vierfache des Mondlande-Rechners von 1969; die Apfelschale enthalte siebenmal so viel Vitamin C wie das Fruchtfleisch; Angstschweiß habe acht Konsonanten hintereinander. 170 Seiten, von der Null zur Trillion. Piper hat 2007 das Taschenbuch gehalten.

Inhalt

Brater schreibt gegen die Zahl, die nur dem Fachmann etwas sagt, indem er sie zum Staunen macht. Ein Blitz sei sechsmal heißer als die Sonne; eine Glühlampe setze fünf vom Hundert der elektrischen Energie in Licht um; die Sonne strahle in einer Sekunde fünfunddreißigmal so viel Energie ab, wie die Vereinigten Staaten in einem Jahr verbrauchen; in der Atacama habe es über vierhundert Jahre nicht geregnet. Die Artikel sind kurz, mit der Pointe des Vergleichs, und sie trennen die Menge, die beeindruckt, von der Menge, die eine Regel wäre. Waechters Vignetten halten den Ton zwischen Kinderbuch und Erwachsenenspiel.

Die Sammlung steht neben Zahlen, bitte! Wenn Nummern und Ziffern Geschichten erzählen, das die Ziffer als Kolumne erzählt, und neben Haefs’ Handbuch des nutzlosen Wissens, das die Definition dreht. Gegenposition ist jede Statistikaufklärung, die dieselbe Zahl als Lüge verdächtigt, und jede Naturwissenschaft, die denselben Stoff ohne »kurios« abhandelt. Brater bleibt Sammler mit Arztblick. Wer nur die Bleistifte sucht, findet den Kohlenstoff und verfehlt die Einträge, in denen eine Physik- oder Klimazahl plötzlich eine Welt öffnet. Wer Prüfung sucht, findet den Vergleich.

Unsicher wird der Band, wo der Vergleich die Quelle schluckt und wo 170 Seiten die Wiederholung zur Methode machen: mal so viel wie, mal heißer als, mal länger als. Wer das Buch als Nachschlagewerk der korrekten Menge liest, hat Eichborn für ein Amt gehalten. Wer es nur als Witzkiste liest, unterschlägt, dass manche Ziffer – Atacama, Glühlampe, Sonne – eine Warnung trägt, die der Witz nicht aufhebt. Neben den anderen Brater-Bänden bleibt dies der leichteste, weil die Zahl die Scham des Körpers und die Strenge des Spruchs nicht braucht.

Einordnung

Brater hat der Eichborn-Reihe die Ziffer als Kuriosum gegeben, im selben Jahrzehnt, in dem Koch den Tagesspiegel und Haefs das Nutzlose schon kannten. Der Band steht in der Hochkonjunktur der schönen Wissensbücher und bleibt der ärztliche, vergleichende Ton. Wer nach diesem Büchlein eine Million hört, darf nach dem Vergleich fragen. Aalen schrieb; Frankfurt band; Waechter zeichnete.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.