Kleptopia

Tom Burgis · 2020 · Sachbuch, Politik


Das Werk
Deutscher Titel: Kleptopia
Autor(en): Tom Burgis
Originaltitel: Kleptopia: How Dirty Money Is Conquering the World
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 2020
Schlagwörter: Korruption, Oligarchie, Geldwäsche, London
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Greifbare Ausgabe
Verlag: Westend


Umfang dieser Ausgabe: 441 Seiten
ISBN: 9783864893261
Verweise


Kleptopia. Wie Diebe und Despoten die Welt mit Geld erobern (englisch Kleptopia) ist das 2020 erschienene Buch von Tom Burgis, deutsch 2021 bei Westend. Es erzählt gestohlenes Staatsvermögen nicht als ferne Korruption, sondern als Dienstleistung westlicher Städte, Banken und Kanzleien.

Inhalt

Burgis folgt dem Geld aus kasachischen Minen nach London: die Trio genannte Gruppe, der Bergbaukonzern ENRC, Anwälte, die den Diebstahl in Investition übersetzen, Banker, die das Geld waschen, indem sie es verwalten. Kleptokratie braucht den Westen nicht als Opfer. Sie braucht ihn als Markt für Unsichtbarkeit – dieselbe Stadt, die Rechtsstaat sagt, verkauft die Konstruktion, in der der Rechtsstaat den Dieb nicht mehr findet. Das Buch montiert Fallgeschichten, in denen Namen fallen, und eine These, die größer ist als Kasachstan: Sobald Vermögen staatenlos werden kann, wird Diebstahl an der öffentlichen Kasse zum Geschäftsmodell mit guter Adresse.

Ein zweiter Strang gilt den Hinweisgebern und den Toten. Nigel Wilkins, der bei einer Behörde in London Unstimmigkeiten sieht, der Journalist, der nachhakt, die Angst, die in diesen Kreisen keine Metapher ist. Burgis schreibt nah an den Personen und behält die Struktur: Rohstoff, Briefkasten, Stadthaus, Parteienspende, der Ruf, der mit dem Geld mitreist. Gegen die Rede von der einzelnen faulen Republik setzt er die Infrastruktur, die in Europa und in den Vereinigten Staaten steht und den Diebstahl respektabel macht. Die Pointe ist unbequem, weil sie den Leser nicht in der Ferne lässt. Wer in London, Zürich oder New York das Geld der anderen verwaltet, ist Teil der Szene, auch ohne selbst zu stehlen.

ENRC hat Burgis verklagt; britische Gerichte haben das Buch nicht kassiert, und die Verfahren haben die Behauptung bestätigt, die das Buch trägt – dass diese Namen wehtun, wenn sie in der richtigen Rechtsordnung fallen. Kritik hat die These für zu weit, die Fallauswahl für zu erzählerisch, London für zu sehr als Hauptstadt des Lasters gezeichnet gehalten. Die Beschreibung der Dienstleister hat diese Kritik selten umgestoßen. Wer nur Oligarch sagt, hat die Anwälte nicht gesehen. Wer nur Kasachstan will, unterschlägt die Stadt, in der das kasachische Geld zur Immobilie wird. Kleptopia bleibt, weil es den Westen als Markt liest, nicht als Moral.

Einordnung

Gegen die Panama Papers, die den Briefkasten öffnen, setzt Burgis den Weg des Geldes in die gute Adresse. In den einflussreichsten investigativen Sachbüchern ist dies der Band, in dem Diebstahl eine Dienstleistung der Demokratien ist, die ihn verwalten. Wer nur Steueroase sagt, hat London nicht gelesen.

Essays

Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.

Die einflussreichsten investigativen Sachbücher (Wirkungsgeschichte)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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