Panama Papers
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Panama Papers |
| Autor(en): | Bastian Obermayer, Frederik Obermaier
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2016 |
| Schlagwörter: | Briefkastenfirma, Steuer, Enthüllung, Elite |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Wirtschaftswissenschaft |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Kiepenheuer & Witsch
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| Umfang dieser Ausgabe: | 376 Seiten |
| ISBN: | 9783462050028 |
| Verweise | |
Panama Papers. Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung ist das 2016 bei Kiepenheuer & Witsch erschienene Buch von Bastian Obermayer und Frederik Obermaier. Es erzählt, wie aus einer anonymen Nachricht an die Süddeutsche Zeitung das größte Datenleck der Zeit und ein Verbund von Hunderten Reportern wurde.
Inhalt
Alles beginnt mit einem Unbekannten, der sich John Doe nennt und fragt, ob man Daten wolle. Obermayer antwortet, und es kommen Dateien der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca: hunderttausende Briefkastenfirmen, hinter denen Premierminister, Diktatoren, Konzernlenker, Fußballfunktionäre, der innere Kreis um Putin und gewöhnliche Reiche ihr Geld so halten, dass es keinen Staat mehr angeht. Elfeinhalb Millionen Dokumente sind keine Geschichte, sie sind eine Menge. Das Buch ist die Geschichte der Entscheidung, diese Menge nicht allein zu heben, sondern das International Consortium of Investigative Journalists einzuschalten – Guardian, Le Monde, BBC, Dutzende weitere –, und Monate unter Geheimhaltung dieselben Namen zu prüfen, bis am 3. April 2016 die Welt sie gleichzeitig liest.
Obermayer und Obermaier schreiben das als Werkstattbericht, nicht als Sittenlehre. Sie zeigen, wie man in Daten nach einem Premierminister sucht, ohne ihn zu verraten, bevor der Verbund soweit ist; wie Anwälte drohen; wie Quellen geschützt werden, die selbst in den Ordnern stehen; wie aus einer Münchner Redaktion eine Koordination wird, die Rechtsordnungen nebeneinanderhält. Die Funde sind scharf: Island, das seinen Regierungschef verliert; Russland, das den Kreis um den Präsidenten in den Briefkästen wiederfindet; Afrika, dem durch solche Konstruktionen mehr entzogen wird, als Entwicklungshilfe zurückbringt. Die Pointe des Buches ist nicht der einzelne Schurke. Es ist die Dienstleistung: eine Kanzlei, die Unsichtbarkeit verkauft, und eine Elite, die sie für selbstverständlich hält.
Die Veröffentlichung hat Rücktritte, Ermittlungen und den Pulitzerpreis 2017 für den Verbund nach sich gezogen. Kritik hat das Buch für zu nah an der eigenen Heldengeschichte, die Auswahl der Namen für politisch gefärbt, die Briefkastenfirma für nicht immer illegal gehalten. Illegalität war nie die ganze Behauptung; die Behauptung war, dass Legalität hier eine Ware ist. Spätere Leaks – Paradise Papers, weitere Archive – haben die Methode wiederholt, nicht ersetzt. Das Buch bleibt, weil es deutsch zuerst kam: die globale Schattenfinanz als Münchner Koordination, nicht als amerikanischer Import. Wer nur Steueroase sagt, hat die Namen nicht gelesen. Wer nur den Skandal will, unterschlägt die Monate, in denen nichts veröffentlicht werden durfte.
Einordnung
Ohne dieses Buch fehlt der Mitte der zehner Jahre das öffentliche Verfahren, in dem aus einem Datenberg eine Weltnachricht wurde. In den einflussreichsten investigativen Sachbüchern steht es gegen Lewis’ eine Börse und neben Burgis’ Weg des Geldes in die gute Adresse: hier der Briefkasten, dort das Kabel, später das gestohlene Vermögen, das London verwaltet. Wer nur Enthüllung als Solo kennt, hat den Verbund nicht gesehen.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Die einflussreichsten investigativen Sachbücher (Wirkungsgeschichte)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
