Kinder der Freiheit

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Ken Follett · 2014 · Roman
Das Werk
Deutscher Titel: Kinder der Freiheit
Autor(en): Ken Follett
Originaltitel: Edge of Eternity
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 2014
Schlagwörter: Kalter Krieg, Mauer, Bürgerrechte, Familien
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Bastei Lübbe
Serie: Die Jahrhundert-Saga
Umfang dieser Ausgabe: 1216 Seiten
ISBN: 9783404173204
Verweise
Umschlag

Kinder der Freiheit ist der 2014 erschienene Roman von Ken Follett, im Original Edge of Eternity, dritter Teil der Jahrhundert-Saga nach Sturz der Titanen und Winter der Welt. Familien aus Deutschland, Großbritannien, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten leben durch den Kalten Krieg bis zum Fall der Mauer; ihre Kinder stehen neben Kennedy, King, Chruschtschow und Breschnew. Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher übersetzten ins Deutsche. Der Band lag 2014 dreiundzwanzig Wochen auf dem ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste. Follett erzählt Weltgeschichte als Verwandtschaft.

Inhalt

In den Vereinigten Staaten nimmt George Jakes, Sohn einer Schwarzen und eines Weißen, an den Busfahrten gegen die Rassentrennung teil, studiert in Harvard Jura und arbeitet unter Robert Kennedy im Justizministerium. Maria Summers fährt dieselbe Strecke, arbeitet in der Presse des Weißen Hauses und beginnt eine Affäre mit dem Präsidenten. Cam Dewar denkt konservativ, dient Nixon und später der CIA. In Moskau ist Dimka Dworkin Berater Chruschtschows und der Nachfolger; die Zwillingsschwester Tanja, Journalistin, steht dem System kritisch gegenüber, berichtet von der Kubakrise und versucht, den Dissidenten Wassili Jenkow aus einem Lager zu holen. Die Familien sind über die Peshkovs und Dworkins mit den früheren Bänden verknotet.

In Großbritannien will Dave Williams Rockmusiker werden und steigt bei den Guardsmen ein, die sich Plum Nellie nennen; die Schwester Evie wird Schauspielerin. Der Journalist Jasper Murray sieht Kings Ermordung, wird nach Vietnam eingezogen und kehrt als Gegner Nixons zurück. In der DDR erfährt Rebecca Hoffmann, Adoptivtochter der Francks, dass ihr Mann Hans sie für die Staatssicherheit ausspioniert. Sie flieht in den Westen mit dem Kollegen Bernd Held, der nach einem Sturz querschnittsgelähmt bleibt; später heiraten sie, Rebecca geht zur FDP. Walli Franck, Gitarrist, flieht, um mit Plum Nellie groß herauszukommen; die schwangere Karolin zögert an der Grenze um des Kindes willen, bleibt, heiratet einen Pfarrer. Die Tochter Alicia wächst in der DDR auf und will den Vater im Westen sehen.

Die Handlung läuft von den frühen sechziger Jahren über Kuba, Kennedy, die Bürgerrechtsbewegung, Vietnam, Watergate, Breschnew und die starre DDR bis 1989. Follett setzt die Figuren an Schaltstellen: ins Ministerium, in die Band, an die Mauer, in die Redaktion. Paare entstehen und zerbrechen über den Grenzverlauf. Die Mauer fällt, als die Kinder derer, die in den ersten Bänden den Weltkrieg überlebt haben, erwachsen sind. Der Roman schließt die Trilogie mit dem Satz, den der Titel schon trägt: Freiheit ist kein Zustand, sondern eine Generation, die sie noch einmal nehmen muss.

Einordnung

Follett hat das Muster der Saga nicht geändert: viele Stränge, berühmte Namen in greifbarer Nähe, das Private als Hebel der Historie. Wer Die Säulen der Erde kennt, erkennt die Bauhütte in der Band und im Ministerium wieder – Gemeinschaften, die etwas aufrichten, während Mächtige sie benutzen. Die Kritik hat die Länge und die Zufälle bemängelt, mit denen Figuren an Dealey Plaza oder am Brandenburger Tor stehen. Leser haben genau das verlangt: dabei gewesen sein, ohne Geschichtsbuch. Der Kölner Verlag stellte zur Veröffentlichung ein Mauerstück im Buchdesign auf; das war Werbung und Bild zugleich.

Gegenüber den ersten beiden Teilen, die Weltkrieg und Zwischenkrieg tragen, ist Kinder der Freiheit der Band der Teilung. Die DDR-Stränge um Rebecca und Walli sind die, in denen Follett am nächsten an Alltag und Staatssicherheit herankommt; die amerikanischen Bürgerrechtskapitel tragen die moralische Mitte. George Jakes ist nicht Kennedy, aber er sitzt nah genug, um das Justizministerium als Schauplatz zu öffnen. Die Trilogie endet, wo die Nachkriegsordnung endet. Wer Follett vorwirft, Historie zu glätten, hat recht und hat das Buch verstanden: Es will verstanden werden, nicht gerätselt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.