Kinder- und Hausmärchen
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Kinder- und Hausmärchen |
| Autor(en): | Jacob Grimm, Wilhelm Grimm |
| Originaltitel: | Kinder- und Hausmärchen |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1812 |
| Schlagwörter: | Märchen, Sammeln, Volk, Brüder |
| Sachgebiete: | Kinderbuch |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 800 Seiten |
| ISBN: | 9783150560147 |
| Verweise | |
Kinder- und Hausmärchen ist die 1812 zuerst erschienene Sammlung von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, in sieben großen Auflagen bis 1857 vermehrt und geglättet. Rotkäppchen, Aschenputtel, Hänsel und Gretel, die Bremer Stadtmusikanten: Die Stücke gelten als Volksgut und sind oft die Fassung der Brüder, nach mündlichen und schriftlichen Quellen, in einem Deutsch, das Wilhelm immer hauslicher machte. Reclam hält die Ausgabe, die in den Schulranzen gehört. Es ist ein Kinderbuch geworden, das die Gewalt nicht ganz gestrichen hat, und ein wissenschaftliches Unternehmen, das die Nation als Sprache dachte.
Inhalt
Die erste Auflage ist knapper, derber, näher am mündlichen Satz. Wilhelm hat später Motive erklärt, Wiederholungen geglättet, die Mutter oft zur Stiefmutter gemacht, die Sexualität zurückgenommen, die Moral greifbarer. Jacob wollte das Alte; Wilhelm wollte das lesbare Haus. Beide Namen stehen auf dem Titel, die Arbeit teilte sich. Die Gewährsleute – Dorothea Viehmann, die Hassenpflugs, die wilden und die frommen Erzählerinnen – sind die ungenannten Mitautorinnen, die das 19. Jahrhundert oft als Mund des Volkes verbuchte.
Die Stücke selbst: das Kind im Wald, der Dummling, der König, die Hexe, die Probe dreimal. Grausamkeit ist Mittel, nicht Ausnahme. Die Brüder haben nicht erfunden, was sie für urdeutsch hielten; sie haben Europa gesammelt und es als deutsch gebunden. Wer nur die weiche Bilderbuchfassung sucht, unterschlägt die erste Auflage. Wer nur die Ideologie der Nation sucht, unterschlägt, wie genau die Sätze sitzen, wenn ein Kind sie hört.
Die Sammlung wuchs, der Anhang der Anmerkungen wurde zum eigenen Buch. Die Kinder- und Hausmärchen sind beides: Vorlesen und Quellenwerk. Die Welt hat sie übersetzt, verfilmt, in Parks gestellt. Das Haus im Titel ist das bürgerliche, in das das Volk als Märchen eintreten durfte. Die Kinder sind die Hörer, nicht immer die Geschonten.
Einordnung
Die Grimms haben dem deutschen Sprachraum das Märchenbuch gegeben, an dem jede spätere Kindheit sich reibt. Neben Hans Christian Andersens erfundenen Stücken steht diese Sammlung als die behauptete Stimme des Volkes, die eine redigierte ist. Wer nach 1812 über Aschenputtel, Wald und das deutsche Haus spricht, spricht hinter den Brüdern. Die Germanistik hat sie zum Ursprung der Philologie gemacht; die Kinder haben sie behalten, oft gegen die Philologie. Zwei Autorenlemmata, ein Titel.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
