Autor:Karl Binding

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Karl Binding (1841–1920), in Frankfurt am Main geboren, Strafrechtslehrer in Leipzig, hat der Tötung behinderter Menschen den Anschein eines Rechtsproblems gegeben. Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens, 1920 mit dem Psychiater Alfred Hoche, lieferte das Wort, unter dem später Aktenzeichen vergeben wurden. Die Aktion T4 tötete über siebzigtausend Menschen.

Leben

Bürgerliches Juristenhaus, zuletzt Ordinarius in Leipzig: Binding war keine Randfigur, sondern eine Autorität des Kaiserreichs, Normtheoretiker, Kommentator des Strafrechts. Der Umweg ist genau dieser Rang. Das Bändchen erschien, als er eben gestorben war; die akademische Zumutung kam aus der Mitte der Profession, die hätte schützen sollen. Er starb in Freiburg, bevor die Republik über den Text stritt.

Wirkung

Binding argumentiert vom Ende der Strafe her: Wer unheilbar leide und den Tod wolle, dessen Wunsch sei zu achten; wer zu einem Willen nicht mehr fähig sei, über den dürfe die Rechtsgemeinschaft verfügen. Hoche lieferte die medizinische Liste der „Ballastexistenzen“. Die Sprache ist Kostenrechnung und Barmherzigkeit zugleich. Eine gesetzliche Regelung kam in den zwanziger Jahren nicht; was blieb, war die Erlaubnis, in der Klinik über Wert und Unwert zu reden.

Als die Nationalsozialisten 1939 die Ermordung von Kranken organisierten, lag die Begründung fertig. Die T4-Ärzte kannten und zitierten Binding und Hoche – nicht als einzige Quelle, aber als den Text, der die Tat von der Moral auf die Verwaltung verschob. Kein Befehl, keine Parteirhetorik: eine Freigabe. Wer 1920 „lebensunwert“ in ein juristisches Gutachten schreibt, hat das Wort geliefert, unter dem Gaskammern zuerst in Anstalten erprobt wurden.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Normen und ihre Übertretung.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.