Autor:Johannes Marchesinus

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Johannes Marchesinus, italienisch Giovanni Marchesini, Franziskaner in Reggio Emilia, wohl gegen Ende des dreizehnten Jahrhunderts tätig, hat den jungen Brüdern ein Ammenbuch zur lateinischen Bibel geschrieben. Der Mammotrectus, um 1300 verfasst und 1470 bei Peter Schöffer in Mainz zuerst gedruckt, erklärt dunkle Wörter, Akzente, Liturgie und Legenden – kein System, ein Werkzeug. Über sein Leben ist fast nur bekannt, was er selbst im Vorwort sagt.

Leben

Die Datierung schwankt in älteren Angaben zwischen 1300 und 1466; die späte Zahl verwechselt den Verfasser mit dem Druckzeitalter. Gesichert ist der Konvent: Marchesinus unterrichtete Novizen in Imola, Faenza und Bologna und erklärte sich selbst für ungeduldig über das eigene Ungeschick und mitleidig mit der Rohheit armer Kleriker, die predigen sollten. Der Umweg ist diese Schule, nicht die hohe Magistratur. Neben dem Mammotrectus steht ein Confessionale über die Beichte. Sterbeort und Sterbejahr sind unbekannt.

Wirkung

Marchesinus hat Auslegung zuerst als Verständlichkeit gefasst: rund 1300 Artikel, damit der Novize Lektion und Predigt besteht. Der Titel – von einer Amme Ernährter – sagt die Haltung. Im fünfzehnten Jahrhundert war das Buch eines der verbreitetsten franziskanischen Lehrtexte; Helias Helye druckte 1470 in der Schweiz dasselbe Werk als erstes datiertes Buch des Landes. Bis ins achtzehnte Jahrhundert wurde es aufgelegt.

Erasmus von Rotterdam, François Rabelais und Martin Luther haben den Mammotrectus als Inbegriff mönchischer Wortklauberei verspottet, die Griechisch und Hebräisch nicht kennt. Die protestantische Verwerfung hat das Bild lange bestimmt; sie trifft eine Schwäche und verfehlt den Zweck. Frans van Liere nannte ihn Werkzeuge für Einfältige und forderte eine kritische Ausgabe. Wer die Bibelwissenschaft des späten Mittelalters nur an den großen Kommentaren misst, übersieht, wovon Novizen wirklich lebten.

Werke

In Auswahl außerdem: das Confessionale.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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