Jenseits von Eden
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Jenseits von Eden |
| Autor(en): | John Steinbeck |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | dtv |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1952 |
| Seitenanzahl: | 736 Seiten |
| Originaltitel: | East of Eden |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 342310810X |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783423108102 |
| Schlagwörter: | Brüder, Kalifornien, Kain, Wille |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Jenseits von Eden ist der Roman von John Steinbeck, 1952 in New York erschienen, den er selbst als das Buch bezeichnet hat, für das die früheren nur Übung waren. Zwei Geschlechter, die Trasks und die Hamiltons, leben im Salinastal in Kalifornien; durch sie geht die alte Geschichte von Kain und Abel, nicht als Lehre, sondern als Wiederholung, die ein hebräisches Wort unterbricht: timshel, du darfst. Steinbeck hat die Hamiltons nach der Familie der Mutter gezeichnet und die Trasks als Erfindung danebengestellt. Der Band ist weiter und unruhiger als Früchte des Zorns, weniger Anklage einer Not, mehr Frage nach dem bösen Willen. 1955 kam die Verfilmung, die nur den letzten Teil nahm und James Dean festsetzte.
Inhalt
In Connecticut wächst Adam Trask mit dem Halbbruder Charles unter dem Vater Cyrus auf, einem Mann, der den Bürgerkrieg zur Legende macht und die Söhne gegeneinander setzt. Adam sucht die Liebe des Vaters, Charles die Anerkennung, die ausbleibt; ein nächtlicher Angriff, ein geschenktes Messer, ein weggeschobenes Geldgeschenk: Das Muster Kains ist da, bevor Kalifornien es noch einmal erzählt. Cathy Ames erscheint als ein Kind, das andere zerstört, ohne dass der Roman ihr eine Ursache schenkt, die entschuldigte. Sie heiratet Adam, schießt ihn nieder, nachdem sie Zwillinge geboren hat, und verschwindet in ein Bordell der Stadt Monterey, wo sie als Kate die Herrschaft übernimmt. Adam zieht nach Westen, kauft Land im Salinastal, bleibt jahrelang stumpf. Der Nachbar Samuel Hamilton, Ire, Erfinder, Vater vieler Kinder, und die chinesische Hauskraft Lee halten den Haushalt und die Sprache am Leben.
Die Söhne Aron und Caleb, Cal, wachsen ohne Mutterbild auf, das die Wahrheit vertrüge. Aron ist hell, gläubig, zur Liebe zu Abra bestimmt; Cal ist der dunklere, der rechnet, der den Vater liebt und nicht geliebt zu werden glaubt. Lee, der gebildeter ist als sein Stand erlaubt, liest mit Adam die Stelle der Genesis und besteht auf der Übersetzung timshel: nicht du sollst, nicht du wirst, sondern du darfst über die Sünde herrschen. Der Satz wird zum Gegengewicht gegen jede Erbtheorie, die Cathy als Beweis liefern könnte. Cal erfährt, wer die Mutter ist, und trägt die Last allein; er verdient im Krieg Geld mit Bohnen und will Adam damit entschädigen, der das Geschenk zurückweist, weil es ihm nach Wucher riecht. Aron, dem Cal die Mutter zeigt, zerbricht, verlässt das College, geht in den Krieg und fällt.
Adam erleidet einen Schlaganfall. Cal will die Schuld auf sich nehmen, Lee erzwingt den letzten Blick, Abra hält zu Cal, ohne Aron zu verraten. Adam spricht das Wort timshel – die Erlaubnis, nicht der Fluch. Steinbeck lässt die Hamiltons dazwischen als Chor des gewöhnlichen Lebens: Erfindungen, die nichts einbringen, Töchter, die fortgehen, ein Tal, das den Charakter nicht bestimmt und ihn doch formt. Cathy, alt und giftig, tötet sich, als die Herrschaft über andere nicht mehr trägt. Der Roman schließt nicht mit Versöhnung als Gefühl, sondern mit einem Wort, das Cal gesagt bekommen muss, bevor er weiterleben kann. Das Salinastal bleibt, die Wiederholung ist angerissen, nicht aufgehoben.
Einordnung
Steinbeck hat den Familienroman der amerikanischen Westküste auf die Bibel gelegt, ohne Predigt daraus zu machen. Die Weite – Connecticut, das Tal, Monterey, der Krieg – dient der These, dass dasselbe Paar von Brüdern in jeder Generation neu antritt. Cathy ist die umstrittenste Figur: eine Verkörperung des Bösen, die man als mythisch gelobt und als psychologisch leer getadelt hat. Lee trägt die Auslegung, Samuel die Güte, Adam die Blindheit; Cal bleibt der Erbe, dem das Buch die Freiheit zumutet. Gegen Früchte des Zorns fehlt die soziale Anklage als Motor; hier ist der Feind nicht die Bank, sondern die Wiederkehr der Tat. Der Nobelpreis von 1962 hat beide Bücher gemeint, die Schulen haben oft nur das eine genommen.
Elia Kazans Film von 1955 mit James Dean als Cal schneidet die erste Generation weg und macht aus dem Roman ein Jugendstück um den nicht geliebten Sohn. Der Text ist älter, langsamer, voller Hamilton-Kapitel, die der Film nicht braucht und das Buch braucht, weil sie das Tal bewohnbar machen. Deutsche Leser treffen ihn meist bei dtv in der Übersetzung von Harry Kahn. Wer nach Steinbeck über Willensfreiheit im Roman spricht, spricht hinter timshel; wer das Buch für die Dean-Geschichte hält, hat Cyrus, Charles und Cathy nicht als die erste Runde gelesen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
