India in Transition

M. N. Roy · 1922 · Sachbuch, Politik


Das Werk
Deutscher Titel: India in Transition
Autor(en): M. N. Roy
Originaltitel: India in Transition
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1922
Schlagwörter: Marxismus, Kongress, Klasse, Komintern
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Greifbare Ausgabe
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Umfang dieser Ausgabe: 240 Seiten
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Verweise


India in Transition erschien 1922 in Genf, geschrieben von M. N. Roy, dem bengalischen Revolutionär, der in Mexiko eine kommunistische Partei mitgründete und Lenin in der Kolonialfrage widersprach. Roy liest Indien als Übergang, in dem der Kongress bürgerlich bleibt und die Arbeiter die Unabhängigkeit tragen müssen, sonst wird Swaraj – Selbstherrschaft – zur Herrschaft der Besitzenden. Das Buch hat der indischen politischen Theorie den Marxismus gegeben, der Gandhi nicht für das Ganze hält.

Inhalt

Roy schreibt gegen die Hoffnung, der Kongress sei die Nation. Klasse spaltet Indien; die Kolonie ist Kapitalismus, nicht nur Fremdherrschaft. Die Unabhängigkeit, die nur die britische Verwaltung ablöst, lässt Grundbesitz, Fabrik und Kaste in den Händen derer, die schon halten. Gegen Mohandas Karamchand Gandhi setzt er die Behauptung, dass sittliche Umkehr die Ausbeutung nicht sprengt. Gegen Jawaharlal Nehrus spätere Färbung des Kongresses steht hier schon die Härte, die denselben Kongress für unzureichend hält, bevor Nehrus Entdeckung Indiens die Nation als Findung einer Elite erzählt. Hinter dem Band steht die Debatte in der Komintern: Roy wollte die Kolonien radikaler, Lenin die Bündnisse mit nationalen Bewegungen weiter. Indien erscheint als Frage der Weltrevolution, nicht nur des Empire.

B. R. Ambedkar kämpfte in Die Vernichtung der Kaste die Hierarchie, die Roy der Klasse unterordnete; beide gegen Gandhi, mit verschiedenen Feinden im Innern. Roy wollte die Subalternen organisieren, nicht ihre Unmöglichkeit dekonstruieren; Gayatri Chakravorty Spivaks Can the Subaltern Speak liegt sechzig Jahre später und in einer anderen Wissenschaft. Die Grenzen des Buchs liegen in der Lage der Komintern, die Indien nach Moskau maß, und in der Unterschätzung der Kaste, die Ambedkar nicht verzieh. Roy schrieb 1922 als Mann der Internationale; die spätere Haft in Indien und der radikale Humanismus seiner letzten Jahre streichen diesen Text nicht, sie folgen auf ihn.

Das Buch blieb randständig gegenüber Gandhis sittlicher Absage und Nehrus staatlicher Entdeckung. Die Transition, die Roy wollte – Arbeiter, die die Unabhängigkeit tragen –, ist so nicht eingetreten. Geblieben ist die Frage, wessen Unabhängigkeit gemeint ist, wenn der Kongress spricht. Ohne diesen Band bleibt die indische Theorie sittlich oder staatlich; mit ihm hat sie Klasse, auch wo die kommunistische Bewegung Indiens andere Wege ging als Genf 1922.

Einordnung

Roy hat der indischen Theorie den marxistischen Übergang hinterlassen, bevor der Kongress zur Regierungspartei wurde. Neben Gandhi, Nehru und Ambedkar steht dieser Band als die Behauptung, dass Swaraj Klasse hat. Die Wirkung reicht in die kommunistische Bewegung und in die Kolonialdebatte der Komintern, weniger in den Schulkanon. Partha Chatterjees The Nation and Its Fragments wird die Nation als Fragment lesen; Roy wollte sie als Klassenkampf. Der Humanismus der späten Jahre bleibt Nachbar; hier steht 1922, Genf, der Einspruch, dass Unabhängigkeit ohne die Arbeiter Herrschaft der Besitzenden bleibt.

Essays

Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.

Indische politische Theorie in zehn Büchern (Essay)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.