In einem andern Land
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | In einem andern Land |
| Autor(en): | Ernest Hemingway |
| Originaltitel: | A Farewell to Arms |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1929 |
| Schlagwörter: | Krieg, Liebe, Italien, Desertion |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Rowohlt
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| Umfang dieser Ausgabe: | 383 Seiten |
| ISBN: | 9783499226021 |
| Verweise | |
In einem andern Land ist der 1929 erschienene Roman von Ernest Hemingway, im Original A Farewell to Arms. Ein amerikanischer Sanitätsoffizier an der italienischen Front liebt eine englische Krankenschwester; der Krieg zerreibt beides. Der deutsche Titel folgt einer Kurzgeschichte Hemingways von 1927, In Another Country; die Neuübersetzung von Werner Schmitz heißt geringfügig anders In einem anderen Land. Rowohlt brachte 1930 die Übertragung von Annemarie Horschitz-Horst; 1933 landete das Buch auf der Liste der von den Nationalsozialisten zu verbrennenden Schriften. Hemingway hat eigene Verwundung am Isonzo und den Rückzug von Caporetto in eine Sprache gebracht, die das Pathos des Krieges absichtlich klein hält.
Inhalt
Frederic Henry, der in Rom Architektur studiert hat, dient 1917 als Leutnant der italienischen Sanität. Der Krieg besteht aus Warten, Schnaps und Krankheiten; Kameraden sagen, wer Verstand hätte, wäre nicht hier. In Gorizia lernt er die Engländerin Catherine Barkley kennen, deren Verlobter an der Somme gefallen ist. Sie weist ihn zunächst ab, lässt sich küssen, spielt mit, ohne schon zu lieben. Nördlich der Stadt, am Isonzo, trifft eine Mine den Unterstand; einem Italiener reißt es die Beine ab, Frederic trägt Splitter in Hüften, Beinen, Fuß. Im Feldlazarett sterben Männer neben ihm; man verlegt ihn nach Mailand ins amerikanische Hospital. Catherine wird dorthin versetzt, und jetzt liebt er sie, und sie ihn. Die Nächte im Krankenzimmer sind die Ruhe vor dem nächsten Einsatz; Catherine wird schwanger, will aber nicht heiraten, weil man sie sonst fortschicken würde.
Frederic lässt das Knie operieren, lernt wieder gehen, wettet auf Pferde, trinkt. Die Oberschwester wirft ihn aus dem Lazarett. Nach wenigen Stunden in einem Mailänder Hotel muss er zurück an die Front, nach Caporetto. Die Österreicher durchbrechen die Linie; der Rückzug versinkt im Morast. An einer Brücke über den Tagliamento nimmt die italienische Feldpolizei Offiziere fest, die von ihrer Truppe getrennt sind, und erschießt sie als Deserteure. Frederic springt in den Fluss, erreicht in Zivil Mailand, findet Catherine in Stresa am Lago Maggiore. Ein Barkeeper warnt: Man will den Offizier als Fahnenflüchtigen holen. Frederic rudert in der Nacht über den See in die Schweiz, die Hände wund; in Brissago dürfen sie bleiben, weil sie Bargeld haben.
Sie mieten eine Hütte oberhalb von Montreux, sehen die Dents du Midi und den See und tun so, als wäre der Krieg vorbei. Catherine will erst nach der Geburt heiraten. Im März 1918 fahren sie nach Lausanne. Der Junge kommt tot zur Welt, nach einem Kaiserschnitt; Catherine stirbt an innerer Blutung. Frederic geht im Regen zurück ins Hotel. Der Satz, mit dem er die Welt resümiert – sie zerbricht jeden, und wer sich nicht zerbrechen lässt, den tötet sie –, steht nicht als Moral über dem Buch, sondern als der Rest, der ihm bleibt, als die Sprache für Liebe und Krieg verbraucht ist.
Einordnung
Hemingway hat den Antikriegsroman geschrieben, der den Krieg nicht in der Schlacht, sondern in der Verwaltung des Sterbens zeigt: Verbandsplatz, Laster, Feldpolizei, der Freund, der auf der Trage über einem verblutet. Die Liebessprache zwischen Frederic und Catherine ist karg und hat später den Vorwurf des hölzernen Machos auf sich gezogen; sie gehört zur Methode, unter der Oberfläche zu lassen, was andere Romane ausbreiten. Gegenüber Fiesta, drei Jahre zuvor, ist In einem andern Land das Buch des Verlusts statt des Kreislaufs: Dort bleibt die Erde, hier bleibt der Regen. Die Desertion ist kein politisches Programm, sondern der einzige Abschied vom Gehorsam, den Frederic noch zustande bringt.
Frank Borzage hat 1932 mit Gary Cooper und Helen Hayes verfilmt, Charles Vidor 1957 mit Rock Hudson und Jennifer Jones; beide Fassungen suchen den versöhnlichen Schluss, den der Roman nicht hat. Die Horschitz-Horst-Übersetzung hat Generationen das Deutsch dieses Buchs gegeben; Schmitz hat 2018 den Ton an das heutige Deutsch angeschlossen, ohne die Kälte aufzuwärmen. Wer nach Hemingway über den Ersten Weltkrieg spricht, spricht hinter diesem Band, auch dann, wenn ihm die Liebe altmodisch vorkommt. Die angegebene Rowohlt-Taschenbuchausgabe zählt 383 Seiten.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
