Ich der Kater
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Ich der Kater |
| Autor(en): | Natsume Sōseki |
| Originaltitel: | 吾輩は猫である |
| Originalsprache: | japanisch |
| Erstveröffentlichung: | 1905 |
| Schlagwörter: | Meiji, Satire, Lehrerhaus, Katze |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Insel Verlag
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| Umfang dieser Ausgabe: | 496 Seiten |
| ISBN: | 9783458342564 |
| Verweise | |
Ich der Kater ist der 1905 bis 1906 als Fortsetzung erschienene erste große Roman von Natsume Sōseki, im Original Wagahai wa neko de aru. Ein namenloser Kater, der im Haus des Englischlehrers Kushami landet, beobachtet die Meiji-Intelligenz: Schwätzer, Gelehrte, Heiratskandidaten, den Westen als Möbel und als Angst. Das hochtrabende »wagahai« im Maul einer Katze ist die Pointe. Die deutsche Übersetzung von Otto Putz erschien bei Insel. Sōseki hat später mit Kokoro die Wunde geschrieben; hier lacht er noch, und das Lachen ist schon diagnostisch.
Inhalt
Der Kater hat keinen Namen und eine Sprache, die den Hausherrn übersteigt. Kushami, magenleidend, Lehrer ohne Glanz, empfängt Gäste, die über Kunst, Verdauung, Nasen und den Wert des Westens reden, als hinge das Reich davon ab. Der Student Meitei schwadroniert, der Gelehrte Kangetsu misst, der Dieb kommt, die Nachbarn streiten um Grundstücke. Sōseki montiert Episoden, nicht eine Steigerung zum Ziel. Die Meiji-Zeit ist das Labor: plötzliche Gelehrsamkeit, plötzliche Eitelkeit, ein Land, das sich die Moderne anschafft wie ein Möbelstück, das nicht passt.
Zwischen den Reden liegt das Haus: die Frau Kushamis, die Kinder, die Magd, die andere Katze. Der Erzähler philosophiert über den Menschen als Wesen, das sich wichtig nimmt und Fische nicht teilt. Die Satire trifft die Anglophilie, die Sōseki selbst aus London mitgebracht und als Krankheit erkannt hatte. Es gibt keine Katzenmoral. Es gibt den Blick von unten auf eine Klasse, die das Innere noch nicht hat, das Kokoro später aufbrechen wird, und die deshalb so laut denkt.
Der Kater stirbt, ertrunken in einem Gefäß, ohne Erleuchtung. Das Ende ist so unfeierlich wie das Buch. Sōseki bricht die Fortsetzung ab, als wäre auch das eine Pointe gegen den Bildungsroman. Wer nur die heitere Tierfabel sucht, unterschlägt Kushamis Magen. Wer nur die Gesellschaftssatire sucht, unterschlägt, dass der Erzähler eine Katze sein muss, weil der Mensch sich nicht so sehen will. Vor dem dunklen Spätwerk steht dieses Buch als die laute Diagnose derselben Moderne.
Einordnung
Sōseki hat der japanischen Moderne den Hausroman als Komödie gegeben, bevor er ihn als Beichte schrieb. Neben Tanizakis Schatten und Mishimas Maske steht der Kater als der frühe, boshafte Blick. Die Nachwelt liest ihn als Klassiker der Schule; er bleibt schärfer als der Schulspaß. Wer nach Meiji über die importierte Bildung spricht, spricht hinter Kushami. Kokoro ist das spätere Maß des Herzens; Ich der Kater ist das Maß des Haushalts, in dem das Herz noch als Verdauung verhandelt wird.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
