Ich bin Legende
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Ich bin Legende |
| Autor(en): | Richard Matheson |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Heyne |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1954 |
| Seitenanzahl: | 220 Seiten |
| Originaltitel: | I Am Legend |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3453501551 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783453501553 |
| Schlagwörter: | Seuche, Vampire, Einsamkeit, Los Angeles |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Ich bin Legende ist der erste Roman von Richard Matheson, 1954 in den Vereinigten Staaten unter dem Titel I Am Legend erschienen, deutsch zuerst 1963 als Ich, der letzte Mensch, später bei Heyne unter dem bleibenden Titel. In einem künftigen Los Angeles hat eine von Stechmücken übertragene Seuche die Menschen in Vampire verwandelt; nur Robert Neville ist immun und lebt als Letzter hinter verrammelten Fenstern. Matheson nimmt dem Vampir das Märchen und gibt ihm ein Bakterium, dem Überlebenden die Langeweile und dem Schluss die Umkehrung: Nicht die Nachtwesen sind die Legende, sondern der Mann, der sie tagsüber tötet. Das Buch hat den modernen Untotenroman und den Film der lebenden Toten mitbegründet, ohne selbst ein Heldenstück zu sein.
Inhalt
Neville hat das Haus zur Festung gemacht. Nachts belagern ihn die Nachbarn, allen voran der ehemalige Ben Cortman, der ihn beim Namen ruft und zum Herauskommen auffordert. Tagsüber fährt Neville durch die leere Stadt, sucht Benzin, Konserven, Holzpfähle, tötet schlafende Infizierte und kehrt vor Sonnenuntergang zurück. Er trinkt, vernachlässigt sich, spielt Schallplatten und rechnet nach, warum Knoblauch, Spiegel und Kreuz bei den einen wirken und bei den anderen nicht. Die Frau und die Tochter sind tot; die Erinnerung daran unterbricht den Alltag, ohne ihn zu erklären. Ein streunender Hund taucht auf, Neville lockt ihn tagelang mit Futter, fängt ihn, als er verletzt ist, und verliert ihn an die Krankheit. Der Hund ist die einzige Gesellschaft, die keine Stimme hat, und sein Tod trifft härter als die Rufe vor dem Haus.
Um nicht wahnsinnig zu werden, seziert Neville Leichen und lernt aus Büchern, was ein Laborant wissen müsste. Er findet ein Bakterium im Blut, das bei Licht und Luft parasitär wird und die Wirte tötet; der Pfahl wirkt nicht als Ritual, sondern weil er Sauerstoff in die Adern lässt. Es gibt zwei Arten: die toten, die nachts kommen und kein Tageslicht ertragen, und später die lebenden, die eine Pille gefunden haben, mit der Infektion zu überleben. Eines Tages trifft Neville die junge Ruth, die bei Licht gehen kann. Er nimmt sie mit, misstraut, erzählt ihr trotzdem alles, was er weiß. Sie ist infiziert, vom neuen Volk als Spionin geschickt, weil Neville ihren Mann vor dem Haus getötet hat. Sie schlägt ihn nieder, hinterlässt einen Brief und rät zur Flucht in die Berge: Ihre Leute werden ihn holen. Er bleibt.
Die lebenden Infizierten rotten die toten Artgenossen aus und bauen eine Ordnung, in der Neville das Ungeheuer ist. Sie sperren ihn ein; Ruth, in der Hierarchie hoch stehend, schmuggelt ihm Gift, damit er der öffentlichen Hinrichtung entgeht. Sie erklärt, was er nicht sehen wollte: Für die neue Gesellschaft ist er das, was die Vampire einst für die Menschen waren, ein Mythos der Vernichtung, den man fürchten und beseitigen muss. Er hat Pulsadern aufgeschnitten, um Pfähle zu sparen; sie nennen das Grausamkeit. Neville schluckt die Pillen, lächelt und stirbt mit dem Satz, der dem Buch den Titel gibt. Die Legende ist nicht der letzte Mensch als Hoffnung, sondern der letzte Mensch als Schrecken derer, die nach ihm kommen.
Einordnung
Matheson hat 1954, mitten in der Angst vor Seuchen und Atomkrieg, den Vampir aus dem Schloß geholt und in die Vorstadt von Los Angeles gesetzt. Die wissenschaftliche Erklärung nimmt der Geschichte nicht die Enge: Neville ist kein Gelehrter, sondern ein Mann, der sich die Wissenschaft beibringt, weil sonst nichts zu tun ist. Stephen King hat den Band als Anstoß für Brennen muss Salem genannt; George A. Romero bezog sich für Die Nacht der lebenden Toten darauf. Der Schluss, der den Jäger zum Ungeheuer der nächsten Gattung macht, ist schärfer als die meisten Nachfolger, die den Letzten doch noch retten.
Die Verfilmungen haben genau das geändert. The Last Man on Earth (1964) mit Vincent Price, Der Omega-Mann (1971) mit Charlton Heston und I Am Legend (2007) mit Will Smith machen Neville zum ausgebildeten Wissenschaftler und geben ihm eine Heilung, die er weiterreicht. Der Roman gibt nichts weiter: keine Therapie, keine Gemeinde der Guten, nur die Einsicht, dass Moral an der Mehrheit hängt. Wer das Buch nach dem Film liest, trifft einen kleineren, bittereren Mann und einen Satz, der keine Erlösung ist. Heyne hat die Übersetzung mehrfach erneuert; der Titel Ich bin Legende hat sich gegen Ich, der letzte Mensch durchgesetzt, weil er die Pointe nicht vorwegnimmt, sondern sie ist.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
