Autor:Hilary Mantel

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Hilary Mantel (1952–2022), in Glossop in Derbyshire geboren, hat dem Tudorhof den Roman gegeben, in dem Macht Handwerk ist, nicht Kostüm. Wölfe erzählt den Aufstieg des Schmiedesohns Thomas Cromwell, der Kardinal Wolsey überlebt, die englische Kirche vom Papst löst und Thomas Morus aufs Schafott bringt.

Leben

Katholische Kindheit im Norden Englands, Jurastudium, dann Jahre der Krankheit, die den Berufsweg abbrachen und das Schreiben zur Arbeit machten. Der Umweg war dieser Körper: Mantel hat aus der erzwungenen Langsamkeit eine Genauigkeit gemacht, zuerst in Romanen der Gegenwart, dann im sechzehnten Jahrhundert, das sie nicht als Folie, sondern als Werkstatt las. 2009 Wölfe, der Bookerpreis, 2012 noch einmal für den zweiten Band. Sie starb in Exeter.

Wirkung

Mantel hat Cromwell vom Intriganten der Schulbücher zum Praktiker einer Welt gemacht, in der jeder jeden belauert. Der englische Titel nennt den Sitz der Seymours und spielt auf den Satz an, der Mensch sei dem Menschen ein Wolf; die deutsche Ausgabe behält das Tier im Titel. Erzählt wird in einem Präsens, das den Leser in die Nähe des Dieners holt, ohne ihn zum Vertrauten zu schmeicheln. Heinrich VIII. ist Laune und Staat, Morus Gewissen und Starre, Cromwell der Mann, der beides verwaltet, bis die Verwaltung ihn selbst verschlingt – das zeigt erst die Trilogie, deren erster Band hier steht.

Der doppelte Bookerpreis und die Fernsehfassung haben den Stoff zum Maß des historischen Romans der letzten Jahre gemacht, oft auf Kosten der früheren Bücher. Die Literaturwissenschaft feiert die Recherche; das Publikum feiert den Aufsteiger. Wer nur das Kostüm will, hat Putney nicht gesehen, den Schlamm, aus dem Cromwell kommt. Wer nur den Aufsteiger will, unterschlägt, dass Mantel die Henker und die Rechnungen ebenso ernst nimmt wie die Krone. Wölfe bleibt das Buch, in dem Politik als Arbeit erzählt wird.

Werke

In Auswahl außerdem: Falken, Spiegel und Licht.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.