Autor:Henri Bergson

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Henri Bergson (1859–1941), in Paris geboren, hat Zeit als Dauer gefasst, die sich nicht in Raumstücke schneiden lässt. Materie und Gedächtnis von 1896 antwortet auf das Verhältnis von Körper und Geist über zwei Formen der Erinnerung; 1927 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Leben

Sohn eines polnischstämmigen jüdischen Komponisten und einer englisch-irischen Mutter, frühe Kindheit in London, dann die École normale supérieure, Gymnasien, 1900 das Collège de France. Der Umweg ist die Psychologie seiner Zeit: Gegen Théodule Ribot, der das Gedächtnis im Nervensystem suchte, setzte Bergson den Geist als Vergangenheit und das Gehirn als Organ der gegenwärtigen Handlung. Zeit und Freiheit, Die schöpferische Entwicklung mit dem einmal gesetzten Begriff élan vital, dem schöpferischen Lebensdrang, und zuletzt die beiden Quellen der Moral. Rom setzte Hauptwerke auf den Index. Im Krieg warb er für Frankreich; 1940 lehnte er Ehrenarier und Übertritt ab, um bei den Verfolgten zu bleiben. Er starb in Paris.

Wirkung

Bergson hat die Uhrzeit der Physik von der gelebten Dauer getrennt: Zucker, der sich im Glas löst, ist Warten, nicht Messung. Das Gewohnheitsgedächtnis wiederholt, ohne das Vergangene als vergangen zu wissen; das reine Gedächtnis bewahrt Erlebtes und erkennt es als vorbei. Das Gehirn speichert nicht, es wählt aus, was die Lage braucht. Damit war der cartesianische Gegensatz zweier Dinge im Raum durch zwei Zeiten in einer Handlung ersetzt. Gilles Deleuze hat den Bergsonismus im zwanzigsten Jahrhundert neu gelesen; Phänomenologie und Theorien des verkörperten Geistes finden hier einen Vorläufer.

Die Schule hat ihn als Lebensphilosophen neben Wilhelm Dilthey gestellt, die Literatur als Propheten des Schöpferischen, die Kirche als Gefahr. Wer nur den Nobelpreis und das Lachen zitiert, unterschlägt die Strenge der Gedächtnislehre. Wer nur die Metaphysik rettet, unterschlägt, dass Bergson Aphasien und Hirnverletzungen als Probe nahm. Die Dauer bleibt das Wort, an dem sich seither misst, ob Zeit mehr ist als der Zeiger.

Werke

In Auswahl außerdem: Zeit und Freiheit, Die schöpferische Entwicklung, Die beiden Quellen der Moral und der Religion.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.