Autor:H. P. Lovecraft

(Weitergeleitet von H. P. Lovecraft)

H. P. Lovecraft (1890–1937), in Providence geboren, hat dem Schrecken den Kosmos gegeben, in dem der Mensch nicht Mitte ist, sondern Irrtum. Der Fall Charles Dexter Ward spielt in seiner Stadt: Der Enkel weckt den Ahnen, und die Genealogie wird zur Chemie der Gräber.

Leben

Bürgerliche Abstammung, früher Vater im Irrenhaus, die Mutter, die den Sohn hütete, bis er fast keiner Welt mehr standhielt. Der Umweg war diese Versponnenheit in Ahnen, Gassen und dem achtzehnten Jahrhundert Neuenglands: Lovecraft schrieb für Magazinhefte, lebte karg, heiratete kurz, kehrte nach Providence zurück und starb an Krebs, ohne den langen Ward-Text als Buch gesehen zu haben. August Derleth holte ihn nach; der Ruhm ist postum.

Wirkung

Lovecraft hat den Schauer von Gespenst und Schuld auf eine Gleichgültigkeit des Kosmos umgestellt: Die alten Wesen kümmern sich nicht, und gerade das zerreißt den Verstand. In Charles Dexter Ward sitzt der Schrecken nicht im Ungeheuer auf der Straße, sondern im Porträt, das den Enkel anstarrt, in der Stimme, die nicht mehr die eigene ist, in der Wiederkehr als Programm. Dazu gehört, was man nicht beschönigen kann: die fremdenfeindliche Rangordnung seiner Briefe und mancher Erzählung, in der das Andere als Entartung kommt. Der kosmische Schrecken und dieser Hass auf das Fremde liegen näher beieinander, als die Verehrung zugibt.

Die Nachwelt hat aus Magazinprosa einen Sagenkreis gemacht, Cthulhu zum Zeichen, Providence zur Pilgerstätte. Derleth ordnete, was Lovecraft offen ließ; Filme und Spiele haben die Namen abgenutzt. Wer nur das Tentakel will, hat Ward nicht gelesen. Wer Lovecraft zum harmlosen Erfinder von Ungeheuern macht, unterschlägt die Enge, aus der seine Unendlichkeit kam – und die Giftigkeit, mit der er das Menschliche staffelte.

Werke

In Auswahl außerdem: Cthulhus Ruf, Schatten über Innsmouth, Berge des Wahnsinns.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.