Autor:Guy de Maupassant
Guy de Maupassant (1850–1893), in der Normandie geboren, hat der Dritten Republik den Sittenroman geschrieben, in dem ein hübscher Niemand über Zeitungen, Schlafzimmer und Spekulation zur Macht kommt. Bel-Ami nennt Georges Duroy zärtlich; gemeint ist derselbe Mann, der Freundschaft, Ehe und Politik als Leitern benutzt.
Leben
Schlosshof bei Dieppe, die Schule, der Krieg von 1870, dann Paris: Beamter, Zeitungsarbeit, die Lehre bei Gustave Flaubert, der den Satz feilte, bis er schnitt. Der Umweg war die Redaktion, nicht der Salon: Maupassant kannte die Spalten, in denen Kolonialpolitik und Börse sich die Klinke gaben. Syphilis, Angst, Größenwahn; er starb in einer Pariser Anstalt, dreiundvierzig Jahre alt, nachdem die Novellen und zwei Romane Frankreich schon den Spiegel vorgehalten hatten.
Wirkung
Maupassant hat erzählt, ohne zu strafen. Duroys Aufstieg ist weder verdient noch bestraft, er ist das Gesetz des Salons: Wer gut aussieht und keine Scham hat, steigt, und die Frauen, die ihn heben, zahlen den Preis in Geld, Ruf und manchmal im Grab. Die Presse ist keine vierte Gewalt, sondern ein Geschäft, das Kriege in Nordafrika braucht, um Auflagen zu machen. Das ist schärfer als die Moralpredigt, weil der Charme nicht widerlegt, sondern vorgeführt wird.
Der Skandalerfolg von 1885 hat ihn berühmt gemacht; die Nachwelt hat die Novellen – Fettklößchen, die Normandie, der Krieg – oft über den Roman gestellt und Bel-Ami zum schönen Schurkenbuch verkürzt. Verfilmungen gönnen Duroy den Reiz und streichen die Börse. Wer nur die Verführung liest, hat die Kolonialanleihe nicht gesehen. Flaubert gab die Genauigkeit; Maupassant gab die Geschwindigkeit, mit der eine Republik sich selbst verkauft.
Werke
- Bel-Ami (1885)
In Auswahl außerdem: Fettklößchen, Ein Leben, Pierre und Jean.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.