Autor:Gotthold Ephraim Lessing

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Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781), in Kamenz geboren, hat der deutschen Aufklärung die Bühne und den Streit gegeben. Nathan der Weise stellt drei Religionen in ein Haus und lässt die Wahrheit im Handeln stehen, nicht im Bekenntnis.

Leben

Pfarrersohn, Studium in Leipzig, Journalist, Dramaturg in Hamburg, zuletzt Bibliothekar in Wolfenbüttel. Der Umweg war der Fragmentenstreit: Als ihm die Zensur die Feder gegen die Orthodoxie verbot, wechselte er aufs Theater und schrieb den Nathan. Er starb in Braunschweig, kurz nach der Uraufführung, die er nicht mehr sah.

Wirkung

Lessing hat das bürgerliche Trauerspiel begründet und die Kritik zur zweiten Schöpfung gemacht. Minna von Barnhelm, Emilia Galotti, die Hamburgische Dramaturgie: Dialog statt Pathos, Prüfung statt Kanzel. Die Ringparabel im Nathan ist seither der Satz, mit dem die Aufklärung sich selbst zitiert – und oft milder, als das Stück sie meint.

Man hat ihn zum Apostel der Toleranz geglättet. Das Stück ist kälter: Es entlarvt Vorurteil, nicht nur Bekenntnis, und bindet die Religionen in eine Familie, die erst am Ende weiß, dass sie eine ist. Neben Goethe und Schiller bleibt er der Dritte, der das 18. Jahrhundert zum Denken zwang, bevor jene es zum Gedicht machten.

Werke

In Auswahl außerdem: Minna von Barnhelm, Emilia Galotti, Laokoon.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.