Autor:Franz Neumann
Franz Neumann (1900–1954), in Kattowitz geboren, hat den Nationalsozialismus als Unstaat beschrieben: Kapital, Partei, Wehrmacht, Bürokratie, die einander nicht zur Einheit fügen. Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933–1944 entstand im amerikanischen Exil und darf nicht mit Hobbes’ Behemoth verwechselt werden.
Leben
Neumann war Arbeitsrechtler, Kanzleipartner von Ernst Fraenkel in Berlin, jüdisch, sozialdemokratisch, 1933 geflohen. Der Umweg ist das Office of Strategic Services: Wer den Feind analysierte, analysierte ihn für den Krieg und für die Wissenschaft zugleich. Nach 1945 Columbia University; 1954 starb er bei einem Autounfall in der Schweiz.
Wirkung
Neumann hat gezeigt, dass im Nationalsozialismus das Recht am Ende verschwindet: keine rationale Herrschaft, ein Behemoth, das Ungeheuer der Unordnung. Wo Fraenkel die Doppelung von Normen- und Maßnahmenstaat festhält, sieht Neumann nach Kriegsbeginn den Unstaat. Die deutsche Politikwissenschaft nach 1945 hat beide gebraucht.
Das Buch kam auf Deutsch spät an. Die Kritik hat die Kapitalismusthese für zu grob, die Unstaatsthese für zu absolut gehalten. Wer Neumann nur als Kronzeugen gegen Schmitt liest, unterschlägt die politische Ökonomie; wer nur die Ökonomie rettet, unterschlägt den Unstaat.
Werke
In Auswahl außerdem: Die Herrschaft des Gesetzes, die Aufsätze zur politischen Theorie.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.